Ein silbernes Jubiläum: 25. Taizéfahrt unserer Schule

Endlich konnte wieder eine Fahrt zu dem Pilgerort Taizé in Frankreich stattfinden, welche uns die Möglichkeit bot, vier Tage lang Teil einer Gemeinschaft zu sein, die voller Musik, Freude und Hoffnung steckt.

Vom 19. bis 22. Juni 2025 reiste eine Gruppe von 35 Jugendlichen samt Betreuerinnen und Betreuern zum 25. Mal nach Taizé. Das Jahr stand unter dem besonderen Zeichen des silbernen Jubiläums, da die erste Fahrt bereits 1996 an unserer Schule stattfand. Seit dieser Zeit machten sich Schülergruppen gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Dekanat, begleitet von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen sowie Pastoralreferenten des Bistums Trier, auf den Weg zu einem Ort in Burgund, an welchem sich gefühlt Himmel und Erde berühren. Einzig die Zeit der Corona-Pandemie brachte eine mehrjährige Unterbrechung der Kontinuität der Fahrten.

Unsere Reise begann an Fronleichnam morgens um 8 Uhr. Nach einer langen Busfahrt erreichten wir gegen Nachmittag das kleine Dorf auf dem Hügel. Sofort fühlten wir uns wohl und hatten alle Sorgen des Alltags bereits vergessen. Dort konnten wir nach einer kurzen Begrüßungsrunde auch schon unsere Baracken bzw. Zelte beziehen, die wie so vieles in Taizé einfach gehalten sind. Außerdem gehört neben beispielsweise den schlichten Holzbaracken auch ein geplanter Tagesablauf zu dem Aufenthalt bei der Communauté von Taizé. Vor dem Frühstück und Mittagessen sowie nach dem Abendessen finden die Gottesdienste statt, die uns persönlich am meisten überrascht haben, da sie sich so sehr von den üblichen in der Kirche unterscheiden. Die zwischenzeitliche Ruhe, das Singen und das gemeinsame Sitzen auf dem Boden statt auf Bänken war für uns etwas ganz Neues, woran man sich auch erstmal gewöhnen musste.

Zwischen den Gebetszeiten gab es Bibeleinführungen, wo wir u.a. Jugendliche aus verschiedenen Ländern wie der Schweiz oder Schweden begegnen durften. Hin und wieder trafen wir uns auch innerhalb unserer eigenen Gruppe, um uns gegenseitig auf spielerische Art besser kennenzulernen. Dabei gab es einige lustige Momente, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Am Sonntag standen der letzte Gottesdienstbesuch in der Versöhnungskirche und dann auch schon leider unsere Abreise an. Doch bevor es mit dem Bus wieder nach Hause ging, warteten wir gemeinsam – nahe des idyllischen Örtchens Ameugny – auf den Sonnenaufgang, der für einige von uns eines der Highlights war.

Wir bedanken uns herzlich bei dem Betreuerteam für die ansprechenden Impulse, Gesprächsgruppen und Spiele in Taizé. Die Organisation lag in den Händen von Herrn Couttin und Herrn Pfortner, die beide katholische Religion an unserer Schule unterrichten. Ein besonderer Dank gilt der Schulabteilung des Bistums Trier, der evangelischen Kirche Saarburg sowie Erasmus plus für die finanziellen Zuschüsse zur Fahrt.

Die Fahrt nach Taizé gab uns das Gefühl zu einer Gesellschaft zu gehören, in der jeder so akzeptiert wird, wie er ist, niemand zu etwas gezwungen wird und alle durch den Glauben verbunden sind. Man konnte viel Zeit draußen mit Freunden verbringen und über das eigene Leben reflektieren, weshalb wir jedem eine Reise an diesen Ort nur empfehlen können.

(nach einem Artikel von Nathalie Dechman und Thierry Le Callonnec)

Lust mitzufahren?

Die nächste Fahrt nach Taizé findet vom 04. bis 07. Juni 2026 über Fronleichnam statt. Die Möglichkeit zur Anmeldung sowie weitere Informationen finden sich auf dieser Pinnwand.

Teilnahme am Deutsch-Französischen Schülerlandtag

In der Woche von dem 13. bis zum 17. Januar 2025 hatten wir, der AbiBac-Kurs der Jahrgangsstufe 11, das große Glück, am 2. Deutsch-Französischen Schülerlandtag in Mainz teilzunehmen. Am Montag, den 13. Januar fuhren wir nach der 6. Unterrichtsstunde, mit Frau Stažić-Wendt und Frau Justinger sowie dem 11er AbiBac-Kurs des Humboldt-Gymnasiums Trier und Frau Schwall-Junk mit dem Bus nach Mainz.

Foto: Landtag Rheinland-Pfalz / N. Danner

Nach dem Einchecken in unsere schönen Hotelzimmer traten wir am Abend gemeinsam mit allen Schülerinnen und Schülern den Weg zum Landtag an. Dort wurden wir von Herrn Jäger, der den Schülerlandtag organisierte, und seinem Team euphorisch begrüßt. Während des anschließenden Abendessens knüpften wir erste Kontakte mit Teilnehmenden der anderen Schulen aus Dijon, Belfort, Besançon sowie Andernach, Landau, Bad Bergzabern, Mainz und Trier.

Der zweite Tag begann mit der Begrüßung durch den rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten, Herrn Hering, der sich sehr über unsere Anwesenheit freute. Vom Landtag aus starteten wir zu einer Führung durch das Deutschhaus sowie die Maison Bourgogne – das Haus Burgund. Über Mittag durften wir in gemischten deutsch-französischen Kleingruppen die Stadt erkunden, wodurch wir die Möglichkeit hatten, andere Teilnehmende näher kennenzulernen.

Am Nachmittag startete dann die eigentliche Arbeit in den gewählten Ausschüssen und wir legten uns ordentlich ins Zeug, um folgende Themen in der jeweiligen Arbeitssprache zu bearbeiten:

  • Stärkung der Demokratie und der politischen Teilhabe junger Menschen (geleitet von Christine Jost)
  • Avenir de l‘Europe (dirigé par Julien Péa)
  • Umweltschutz und nachhaltiges Leben (geleitet von Dr. Cornelia Frings)
  • Transition énergétique et protection du climat (dirigé par Lucie Lochon).

Nach einer informativen und ergebnisorientierten Sitzung genossen wir – wie jeden Abend – das leckere Essen im Landtagsrestaurant.

Foto: Landtag Rheinland-Pfalz / N. Danner

Am nächsten Morgen führten wir die parlamentarischen Aufgaben weiter. In jedem Ausschuss wurden Themen erarbeitet, die potentiell in der jeweiligen Abschlussresolution vorkommen könnten. Zudem fand die Wahl der Ausschussvorsitzenden und ihrer Vertreter statt. In der Arbeitsgruppe L’avenir de l’Europe wurde Gabriel Baudesson aus unserem AbiBac-Kurs als 1. Vorsitzender mit eindeutiger Mehrheit gewählt. So durfte er am Abschlusstag die Ergebnisse seines Ausschusses vor dem gesamten deutsch-französischen Jugendparlament vorstellen.

Zum Mittagessen gingen wir alle zusammen in ein Restaurant im Mainzer Stadtzentrum. Derart gestärkt konnten wir uns am Nachmittag der Erarbeitung der Resolutionen widmen. Besonders interessant fanden wir die Hearings mit den Abgeordneten des Landtags, die uns mit ihrer Expertise bei der Erstellung unserer Entwürfe außerordentlich gut berieten. In dieser anstrengenden, aber auch produktiven Arbeitsphase erstellten wir die jeweiligen Resolutionen, über die am Folgetag beraten werden sollte.

Doch auch der Spaß und die Stärkung des Zusammenhaltes sollten nicht zu kurz kommen und so nahmen nach dem Abendessen alle an einem im Vorhinein von Herrn Jager organisierten Europaquiz teil, bei dem tolle Preise gewonnen werden konnten.

Am Donnerstag, den 16. Januar 2025, war schließlich der große Tag. Die ersten Interviews mit dem Radiosender SWR fanden bereits um 9 Uhr statt. Um 10 Uhr begann dann die Plenardebatte mit einer Begrüßung durch Herrn Hering sowie der rheinland-pfälzischen Staatssekretärin für Bildung, Frau Bettina Brück. Begleitet wurden beide von den Abgeordneten, die Mitglieder des Europaausschusses sind. Die Présidente du Conseil régional de Bourgogne-Franche-Comté, Marie-Guite Dufay, grüßte uns per Videobotschaft. Im Anschluss berichteten wir über die Arbeitsergebnisse. Die Debatten am Vormittag behandelten die Themenfelder Demokratie und Zukunft Europas (L’avenir de l’Europe) und wurden in der jeweiligen Arbeitssprache geführt. Anschließend an die jeweilige Präsentation der Resolutionen konnten Fragen gestellt und Probleme diskutiert werden, bevor der deutsch-französische Schülerlandtag über die Resolutionen abstimmte.

Nach dem Mittagessen im Landtag setzen wir die Sitzung in Anwesenheit des SWR-Fernsehens fort. Es folgten die Präsentation und die Abstimmung über die Resolutionen der Ausschüsse Umweltschutz und nachhaltiges Leben sowie transition énergétique et protection du climat.

Nach intensiven Debatten wurden fast alle Resolutionen vom diskussionsfreudigen, aber dennoch konstruktiv kritisierenden Plenum angenommen, was die hervorragende Arbeit widerspiegelt, die im Vorhinein von allen geleistet wurde. Wir freuten uns im Anschluss sehr über ein Fotoshooting, das von einer professionellen Fotografin durchgeführt wurde. Nach dem letzten Abendessen ermöglichte eine Karaoke-Veranstaltung, dass die Verbindungen zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften der verschiedenen Schulen gestärkt wurden. Es wurde viel gesungen, viel gelacht und viel getanzt!

Als der Freitagmorgen gekommen war, brachen wir vollgepackt mit Einblicken in die parlamentarische Arbeit, neuen Freundschaften, sowie zahlreichen Erkenntnissen auf und kamen pünktlich zum Schulschluss wieder in Saarburg an, um in das wohlverdiente Wochenende zu starten.

Unser besonderer Dank gilt Herrn Jäger und seinem Team sowie allen Sponsoren und unseren beiden Lehrerinnen. Die Teilnahme am Deutsch-Französischen Schülerlandtag war ein voller Erfolg und wir hoffen, dass zukünftig auch andere AbiBac-Kurse unserer Schule diese wertvolle Erfahrung machen dürfen.

Der AbiBac-Kurs der MSS 11

Anmeldung zur Taizéfahrt 2020

Ab sofort sind Anmeldungen zur Fahrt nach Taizé möglich. Nähere Informationen zu den Modalitäten sind hier zu finden.

Bemerkung für die Fahrt 2020:
Liebe Taizéfahrerinnen und Taizéfahrer,

EINE BESONDERE SITUATION

Um die Verbreitung des Coronavirus (COVID 19) einzudämmen, werden zur Zeit rigorose Maßnahmen umgesetzt: so finden z.B. keine Austausche mehr nach Frankreich statt; Veranstaltungen mit über 1000 zu erwartenden Teilnehmern werden abgesagt. Dies ist leider auch der Anlass, unsere geplante Fahrt nach Taizé in Burgund vom 21. bis zum 24.05.2020 zu stornieren. Schweren Herzens haben sich Bernhard Meyer Weires und ich heute zu diesem Schritt entschlossen. Aus Gründen der Verantwortung gegenüber den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde dieser Schritt notwendig. Wir hoffen sehr auf euer Verständnis. Ein Rücktritt von der Anmeldung ist natürlich kostenfrei möglich.

FORDERT EINE KREATIVE LÖSUNG!

Kann „Taizé“ nicht auch zu uns kommen? Unsere Idee: Taizé am Gymnasium Saarburg – sozusagen eine „Taizé-Filiale“, und unsere Antwort,verantwortungsbewusst mit der Ausbreitung des Coronavirus umzugehen.
Wir gestalten den Mehrzweckraum zum Gottesdienstraum um, die Klassenräume werden zu Unterkünften für die Übernachtung, sanitäre Anlagen befinden sich im Sportbereich, gemeinsam sorgen wir für die Verpflegung (mit Einweisung in die Hygienevorschriften im Vorfeld), treffen uns wie in Taizé zum Gebet und zum Tee (;-)) … Weiterführende Informationen werden folgen. Diese neue Situation ist in der Anmeldung (s. Anhang) aufgenommen. Zudem wird der Teilnehmerbeitrag auf 25 €/Person (Verpflegung für Donnerstag, 21.05.20, bis Sonntag, 24.05.20) reduziert. Darüber hinaus wird eine Anmeldung auch bereits ab Klasse 8 möglich sein.
Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr Lust hättet, den Geist von Taizé am Gymnasium Saarburg aufblühen zu lassen – das könnte dann eine wirklich außergewöhnliche Veranstaltung zum 25. Jubiläum werden. Gerne könnt ihr uns eure Ideen und Wünsche für die Programmgestaltung zu senden.

Informiert uns bitte, wer unter diesen neuen Bedingungen an der spirituellen Begegnung in Saarburg teilnehmen möchte.
Natürlich sind auch Neuanmeldungen möglich.

Mit taizéanischem Gruß
Bernhard Meyer-Weires und Tobias Pfortner

Abibac am Lycée Monge

Bereits zum 20. Mal erhielten Schülerinnen und Schüler unserer französischen Partnerschule Lycée Gaspard Monge in Charleville-Mézières das Abibac. Im Rahmen einer kleinen Feier am 09. November 2019 nahm der Jahrgang 2020 das deutsch-französische Doppeldiplom aus den Händen von Schulleiter Miguel Rubio, dem Bürgermeister von Charleville-Mézières Boris Ravignon und dem
Leiter des Abibac-Zuges unserer Schule Hajo Zenzen entgegen.

Wir gratulieren den Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule herzlich zum doppelten Abschluss und freuen uns darauf unsererseits bald auch wieder Schülerinnen und Schülern unserer Schule das Abibac verleihen zu können.

Erasmus+ Schulpartnerschaft mit dem Lycée Monge

Im Rahmen des Tages der offenen Tür gaben der ständige Vertreter des Schulleiters Andreas Schreiner und der Leiter des Abibac-Zuges Hajo Zenzen den Startschuss für die von Erasmus+ geförderte Schulpartnerschaft mit dem Lycée Monge, unserer Abibac-Partnerschule.

In den kommenden zwei Jahren werden sich Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen intensiv mit Fragen zu Europa und der europäischen Union beschäftigen. Höhepunkte der Zusammenarbeit werden sicher die mehrtägigen Treffen der deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler in Straßburg und Brüssel werden.

Gymnasium Saarburg erhält eTwinning-Qualitätssiegel

Unsere Schule hat das eTwinning-Qualitätssiegel 2017 für beispielhafte Internetprojekte für das europäische Schulprojekt zur Umwelterziehung „phosphor phosphate“ erhalten. „Das Projekt zeigt anschaulich, wie das Thema Umweltschutz als gesamteuropäische Herausforderung fantasievoll in den Unterricht integriert werden kann,“ so das Urteil der Jury. Im Projekt haben sich Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend mit dem Thema „Düngeproblematik“ beschäftigt. Die 15- bis 18-Jährigen setzten sich mit der Bedeutung von Phosphaten in der Landwirtschaft und den Gefahren für die Umwelt auseinander. Die Ergebnisse ihrer Studien und Laborexperimente bereiteten sie in spannenden Präsentationen auf. Das Projekt fand in Kooperation mit einer französischen Schule statt. Als gemeinsame Sprache nutzten die Projektpartner Deutsch und Französisch.

Mit dem eTwinning-Qualitätssiegel würdigt der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz jährlich herausragende Schulpartnerschaften, die sich durch eine ausgeprägte Kooperation zwischen den Partnerklassen, kreativen Medieneinsatz sowie pädagogisch innovative Unterrichtskonzepte auszeichnen.

Schüleraustausch des Gymnasiums Saarburg mit dem Lycée Monge

Vom 09.01.2017 bis zum 11.01.2017 fand ein Schüleraustausch mit dem Lycée Monge in Charleville-Mézières statt. Die Franzosen besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler in Saarburg und kamen dort bei liebevollen Gastfamilien unter.

Nach ihrer Ankunft am Montagmorgen gegen 11 Uhr konnten die Schüler untereinander die ersten Kontakte knüpfen und sich durch ausgiebige Gespräche besser kennenlernen, bevor das geplante Programm begann.
Das Thema der Projektreihe setzte sich aus der Erarbeitung verschiedener Unterthemen des Römerschiffes in bilingualen Kleingruppen zusammen. Eine weitere Gruppe, bestehend aus vier Personen, sowohl deutsche als auch französische Schüler, kümmerte sich um die Dokumentation des Projektes in Form von Bildern und in Form eines Filmes, sodass das Projekt im März am Tag der offenen Tür an der französischen Schule von allen Beteiligten vorgestellt werden kann.

Zu dem Thema „Der Fluss als Lebensraum“ wurde am ersten Tag ein großes Plakat gestaltet, auf dem alle Schüler ihre ersten Gedanken festhalten konnten. Die Ergebnisse wurden von deutschen Schülern auf Französisch, sowie von französischen Schülern auf Deutsch präsentiert. Nach dem Mittagessen in der schuleigenen Mensa fanden die Schüler in den eingeteilten Gruppen zusammen und begannen ihr zugeteiltes Thema zu bearbeiten, um es am letzten Tag vorzustellen.

Um 16:10 Uhr verließen die Deutschen zusammen mit ihren Austauschschülern das Schulgelände und traten den Weg nach Hause an, wo sie den restlichen Tag frei verbringen und die Zeit zu weiteren Austauschmöglichkeiten nutzen konnten.

Nachdem in einem bilingualen Kennenlernspiel jeder schon seine ersten Eindrücke des Austausches offen darlegen konnte, fanden sich die Gruppen erneut zusammen, um weiter an ihrem Auftrag zu arbeiten, während sich das Video-Team durch Interviews der Schüler und Lehrer über deren Motivation für das ABIBAC informierte. Für einige Schüler bedeutet es, dass man sich frei entscheiden kann, wo man studiert, da man mehrere Möglichkeiten hat, auch ein Studium im Ausland zu absolvieren. Für eine Schülerin repräsentiert das deutsch-französische Abitur aber auch die Vereinigung von Frankreich und Deutschland, weil nicht mehr Krieg geführt, sondern zusammen agiert wird. Des Weiteren ziehen manche Schüler in Erwägung, eines Tages in dem jeweils anderen Land zu leben und sich dort eine Basis aufzubauen.

Am Nachmittag dieses Tages stand eine Exkursion nach Trier zur Besichtigung des Römerschiffes auf dem Programm, nachdem drei Studenten durch einen Vortrag schon einen kleinen Einblick darauf gaben. Durch weitere Erzählungen und durch ein Interview mit Christoph Schäfer, Professor für alte Geschichte an der Universität Trier, erfuhren die Schüler sehr viel über das Römerschiff, welches er zusammen mit Studenten in ein bis zwei Jahren restauriert hat, um das Schiff vor einem Verfall zu bewahren. Dieses wurde früher zum Handel und Transport verwendet, wohingegen es heute der Forschung zur Verfügung steht und gelegentlich auch zur Ausstellung und Präsentation der römischen Handlungsmöglichkeiten dient.

Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der letzte Abend der Projektarbeit nach einer Führung in der römischen Stadt Trier und einem gemeinsamen Abendessen schließlich aus.

Am letzten Tag wurden die Ergebnisse der vergangenen Tage erfolgreich präsentiert. Bis 13 Uhr hatten die Schüler dann noch Zeit die Stadt Saarburg zu erkunden und schöne Orte, wie den 17 Meter tiefen Wasserfall zu besichtigen.

Der Abschied fiel den Schülern beider Länder schwer, da aufgrund der begrenzten Zeit nur wenig Möglichkeit geboten war, den Austauschschülern einen näheren Einblick in das deutsche Alltagsleben zu bieten.

Insgesamt war das Projekt erfolgreich und hat den deutschen sowie den französischen Schülern viel Spaß bereitet. Die Kommunikation untereinander verlief ebenfalls problemlos, sodass die weitere Projektarbeit im März in Frankreich sehnsüchtig erwartet wird.

Denise Britten, Jula Jacob, Hannah Hoffmann, Louise Belair

Die Bolivianerin Cristina Crespo leistet ihren Friedensdienst an unserer Schule

Ab dem 9. März 2017 wird Cristina Crespo jeden Donnerstag in unserer Schule ihren Freiwilligendienst (SoFiA – Soziale Friedensdienste im Ausland) leisten.

Nachdem die Freiwilligen Lidia Herrera (2015) und Cyntia Liceth Lopes (2016) wieder nach Bolivien zurückgekehrt sind, wird nun Cristina Crespo deren Tätigkeitsbereich übernehmen: Die Woche über ist sie im Hofgut Serrig tätig, donnerstags aber wird sie in unserer Schule am Spanischunterricht teilnehmen und den Ganztagsbereich begleiten. Sobald die Deutschkenntnisse es zulassen, wird sie in einzelnen Lerngruppen im Fach Religion ihren Freiwilligendienst vorstellen, können sich doch auch unsere Schüler nach dem Abitur bei SoFiA bewerben. Da unsere Schule seit dem Jahr 2000 das nachhaltige MISEREOR-Projekt „Existenzsicherung durch Bodenschutz“ zur Unterstützung bolivianischer Kleinbauern auf dem Altiplano fördert, wird sie in diversen Lerngruppen auch ihr Land Bolivien vorstellen.

Es wird also jede Menge Gelegenheit für Begegnungen geben, freuen wir uns darauf! (Ws)

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