« Vive l’échange ! »

BBB Mirecourt

Im Schuljahr 2020/21 konnten wir mit unserer Partnerschule Guy Dolmaire aus Mirecourt unseren Austausch bereits virtuell sowie mit viel Enthusiasmus auf beiden Seiten realisieren.

Unsere Klassen 7a, 7b und 7c sowie die 3e und 4e aus Mirecourt schrieben sich im Herbst 2020 Kennenlernbriefe und versendeten im Winter sogar Weihnachts- und Neujahrswünsche per Mail. Zwar konnten wir den für Januar 2021 geplanten Opernbesuch im wunderschönen Nancy aufgrund der damaligen zweiten Covid-Welle nicht realisieren, aber ein solches Projekt wird sicher mit unseren zukünftigen 7. Klassen, die Französisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, nachgeholt.

Die Teilnehmenden des diesjährigen Austausches hatten im Sommer die Möglichkeit, sich via Videokonferenz Fragen rund um den Schulalltag zu stellen und sich gegenseitig über Alltagsthemen wie Hobbys oder Lieblingsspeisen auszutauschen.

Wir freuen uns schon heute auf die postpandemische Zeit, in der wir uns dann gegenseitig besuchen können werden und gemeinsam ausrufen werden: « Vive l’échange ! »

Impressionen vom Israelaustausch 2017

Freitag, 22. September 2017
Mara Holbach, Marco Ihl, Lukas Östlund

An diesem Morgen sind wir alle noch ein letztes Mal vor den Ferien in die Schule gegangen. Einige haben sogar noch Tests geschrieben, doch die Vorfreude auf Israel war so groß, dass das keinem etwas ausmachte. 13:00 Uhr. Endlich! Alle fuhren heim, packten ihren Koffer zu Ende und aßen noch was vor dem Flug. Dann machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Treffpunkt war 18:30 Uhr, doch wer kam später? Herr Scheid… Perfekter Start in die Israel-Reise, denn dieses nicht allzu deutsche Timing würde uns noch öfter Probleme bereiten .

21:50 Uhr flogen wir dann nach München. Dort hatten alle Riesenhunger, doch alle Restaurants hatten bereits geschlossen. Wir mussten also müde und hungrig weiter nach Tel Aviv. Im Flugzeug gab es glücklicherweise eine warme Mahlzeit und schlafen konnte man auch. Unser erster Tag endete also mehrere tausend Kilometer in der Luft und die Freude war weiterhin mindestens genauso hoch.

 

Samstag, 23.September 2017
Franz Rommelfanger

Samstagmorgens kamen wir in Nazareth an. Es war dort relativ warm und ich freute mich meinen Austauschpartner wieder zu sehen, jedoch waren wir alle noch sehr müde, weshalb ich erst einmal zuhause ein paar Stunden geschlafen habe. Danach sind wir mit einigen Freunden in Nazareth durch die Stadt gegangen, wobei man sagen muss, dass dort gefühlt jeder jeden kennt, und haben uns zwei Kirchen angeschaut, die St. Joseph Kirche und die Verkündigungskirche. Als wir dort fertig waren, sind wir wieder nach Hause gefahren, wo die Oma meines Austauschpartners gekocht hatte. Das Essen war lecker, jedoch auch etwas gewöhnungsbedürftig. Nach ein paar weiteren Stunden Schlaf war es schon wieder Abend und wir sind zu einem der Austauschpartner gegangen, bei dem alle männlichen Austauschschüler eingeladen waren. Dort haben wir entspannt mit etwas Bier und Pizza den restlichen Abend verbracht.

 

Sonntag, 24. September 2017
Jonas Paule

Der erste „ganze“ Tag begann für die meisten von uns schon relativ früh, da der Plan war, mit dem Bus von Nazareth in die ca. 40 km entfernte Stadt Haifa zu fahren und dort an den Strand zu gehen. Das hieß für uns, dass wir zwischen 8 und 9 Uhr aufstehen mussten. Als wir dann nach einer langen Busfahrt endlich in Haifa ankamen und die anderen, welche schon früher da waren, gefunden hatten, wurde es entspannt. Die Strömung und Wellen waren für das Mittelmeer doch unerwartet stark, wodurch man auch nur in bestimmten, ausgewiesenen Bereichen schwimmen durfte, was einige der Deutschen anfangs etwas verwundert hat. Aufgrund des guten Wetters haben wir dennoch recht viel Zeit im Wasser, und danach wieder im Schatten, verbracht. Nach einem wirklich guten und entspannten Tag mit allen Deutschen und Arabern ging es dann um 19 Uhr wieder auf den Heimweg mit dem Bus. Um ca. 21 Uhr kamen die meisten von uns erschöpft, und manche mit Sonnenbrand, wieder in Nazareth an.


 

Fabian Hein

Am Sonntag mussten wir etwas früher raus, da wir nach Haifa an den Strand fuhren. Nachdem wir das Haus verließen, sammelten wir nach und nach alle Austauschteilnehmer ein. Diese begrüßten Rageed und ich natürlich nach „israelischer Art“ mit Handschlag und Schulterklopfen. Außerdem wurde dann und wann mal für einen kurzen Einkauf oder ein Gespräch mit Kollegen angehalten, sodass es etwas dauerte, bis wir beim Bus waren. Das bot sich wohl hervorragend an, um uns ein wenig auf die Schippe genommen: Die Israelis behaupteten, dass der gerade ankommende Bus wäre unserer. Also nahmen wir alle die Beine in die Hand und rannten los, nur um dann von den lachenden Israelis an der Bushaltestelle die Wahrheit mitgeteilt zu bekommen. Als wir dann nach vielem Umsteigen in Haifa ankamen, ging es natürlich direkt zum Strand. Und ich muss schon sagen, der Anblick des Mittelmeers war die lange Fahrtzeit auf jeden Fall wert. Genauso wie das erste Mal ins Wasser zu laufen. Zu meiner Enttäuschung machten die hohen Wellen das Schwimmen ziemlich schwierig; war aber nicht weiter schlimm, denn man durfte ja sowieso nur in einem gefühlt winzigen Feld direkt vor den Nasen der Bademeister in Nichtschwimmertiefe planschen. Naja, nichtsdestotrotz hat es echt Spaß gemacht und wenn man mal nicht im Wasser war, hat man sich mit den anderen im Schatten unterhalten. Meiner Meinung nach war der Strand auch ein guter Einblick in die Kultur der Israelis, vor allem kurz nach der Ankunft. Die älteren Männer, die eigenartige, aber interessante Brettspiele spielten, Jugendliche, die mit lauter Musik den Sonntag genossen und Eltern die mit ihren Kindern am Strand spielten. Irgendwann ging der Tag dann auch zu Ende und wir machten uns mit dem Bus wieder auf den Heimweg. Zum Glück wurde uns dieser Abend zu Hause gegönnt, sodass wir etwas Schlaf nachholen konnten.

 

Montag, 25. September 2017
Luca Repplinger

Da ich aus gesundheitlichen Gründen nachgeflogen war, kam ich erst um ein Uhr nachts nach einer stressigen und von Hindernissen belastenden Reise am Ben Gurion Airport in Tel Aviv an. Dort brauchte ich dann erstmal ein bisschen Zeit um mich zu orientieren, habe es aber fertiggebracht, ohne größere Probleme durch die Passkontrolle zu kommen und meinen Koffer zu finden. Am Ausgang wurde ich dann auch schon von dem stellvertretenden Schulleiter unserer Partnerschule und dessen Familie erwartet, welche sich freundlicherweise dazu bereit erklärt hat, mich mitten in der Nacht am Flughafen abzuholen und mir für die zwei Stunden Schlaf, die mir noch blieben, ein Bett bereitzustellen.

Am Morgen wurde ich dann von ihm zur Schule mitgenommen, wo ich auf meinen Austauschschüler Majd traf. In der Schule wurden wir Deutsche in Anwesenheit aller Schüler vom Direktor begrüßt. Dann gingen wir mit unseren Austauschschülern und zwei Fremdenführern zu einer Orthodoxen Kirche, in der sich der Legende nach der Brunnen befindet, aus dem Maria damals Wasser geschöpft hat. Danach besuchten wir eine Moschee. Dort war es wichtig, dass Schultern und Oberschenkel bedeckt waren. Im Endeffekt war das ziemlich interessant, da ich noch nie zuvor in einer Moschee gewesen war.

Im Anschluss gingen wir zu den Ruinen eines Hauses aus der Zeit Jesu. Auf dem Weg dorthin gingen wir über den Markt von Nazareth, welcher ganz anders ist, als alles, womit man ihn in Deutschland vergleichen könnte, überall waren kleinere und größere Stände aufgebaut, welche mit dem Laden dahinter verbunden waren. An dem Haus selbst war es interessant zu sehen, wie die Leute damals gelebt haben, aber dazu kamen auch noch zwei fünfzehn Minuten lange Filme, welche die Kindheit Jesus anpreisen und kaum Informationen enthielten.

Des Weiteren statteten wir der Annunciation Church (= Verkündigungskirche) einen Besuch. Das war ziemlich beeindruckend, da die Kirche Bilder aus sehr vielen verschiedenen Ländern beinhaltet. Wir schlossen die Stadttour mit dem Besuch eines Gewürz-und Kochladens ab, bei dem uns der Inhaber einen Vortrag über die Geschichte seines Laden und seiner Familie hielt. Zusätzlich konnten wir Gewürze kaufen und kostenlos einen extrem starken, aber bitteren Kaffee probieren, der mir in Anbetracht meines Zustandes stark half.

Als das Programm für den Tag vorbei war, traf ich das erste Mal meine Gastfamilie und konnte mich in meinem Zimmer niederlassen. Am Abend gingen wir dann auf den Geburtstag eines israelischen Austauschschülers. Dies war ziemlich interessant, da über hundert Leute eingeladen waren. Im Gegensatz zu Geburtstagen in Deutschland wurden Poloshirts und Hemden getragen und statt Alkohol zu trinken wurde getanzt. Das war eine Erfahrung, welche es auf jeden Fall wert war sie zu machen.

 
Michael Meier

Nach dem Aufstehen und Frühstücken waren mein Austauschpartner und ich überraschenderweise pünktlich um 8 Uhr an der Schule. Es war eine gemeinsame Stadtführung in Nazareth angesagt. Erst gingen wir zu der griechisch-orthodoxen Kirche (The Greek Orthodox Church of the Annunciation oder Church of St. Gabriel). In dieser befindet sich die Quelle, an der Maria Wasser für Jesus entnahm. Auf unserem weiteren Weg kamen wir an einer Mauer vorbei, die von der orthodoxen Gemeinschaft mit Kritik an der Vertreibung der Palästinenser aus Israel am 15. Mai 1948, der Erklärung des Staates Israel bemalt war und regelmäßig an jüdischen Feiertagen auch übermalt wurde. Daraufhin nahmen wir in einer Art Begegnungscafe in der Altstadt Platz. Dieses entspricht dem Versuch, die momentan größtenteils leerstehende Altstadt wieder zu beleben. Zur Mittagszeit besuchten wir die Weiße Moschee, welche die älteste Moschee Israels ist. Es war sehr interessant für mich als Christ einmal ein Gebetshaus des Islam zu besuchen und von innen die Räumlichkeiten zu sehen. Danach besichtigten wir ein Museum, welches die Grundrisse eines Hauses aus der Zeit Jesu archäologisch wieder ans Tageslicht brachte. Des Weiteren wurden uns dort einige Filme gezeigt, die das Leben und Wirken Jesu verdeutlichten. Auf dem Dach des Museums, dessen Gebäude gleichzeitig ein ehemaliges der Schule unserer Austauschpartner war, hatten wir die Möglichkeit Bilder von Nazareth zu machen, da man dort eine sehr gute Aussicht hatte.

Einige Meter weiter der Straße entlang stand die Verkündigungsbasilika, welche viele gespendete Bilder von vielen Ländern der Welt enthält. Das Gemälde von Deutschland zum Beispiel zeigt zwei durch eine Mauer getrennte Kinder, was auf die ehemalige Zweiteilung Deutschlands anspielt. Die Basilika selbst besteht aus zwei Etagen und enthält in der unteren als großes Heiligtum den Bau einer älteren winzigen Kirche, welche genau an der Stelle der Verkündung Gabriels stehen soll. Unser letzter Stopp war ein Gewürzladen, dessen Besitzer uns ganz stolz die Geschichte des Ladens erzählte. Früher einmal stand der Laden vor der Stadt an den Gewürzfeldern, er befindet sich nun aufgrund der Expansion Nazareths mitten in der Stadt. Am Abend feierte mein Austauschpartner seinen 16. Geburtstag mit mehr als 100 Gästen im Essensraum des familieneigenen Hotels. Die Feier lief komplett anders als Geburtstage in Deutschland ab, es gab keinen Alkohol und es wurde zur Musik eines DJ getanzt. Die Feier endete auch schon um Mitternacht und so konnte ich dann endlich ins Bett nach diesem anstrengende Tag.


 

Dienstag, 26. September 2017
Marc Alten

Am Dienstag, den 26.09.2017, trafen wir uns um 8 Uhr morgens vor der Schule in Nazareth. An diesem Tag kamen die israelischen Austauschschüler nicht mit. Also fuhren wir um kurz nach 8 Uhr alleine mit den Lehrern und einem Touristenführer zum Toten Meer. Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch das Westjordanland. Vom Bus aus konnte man bis nach Jordanien schauen. Um 11:20 Uhr erreichten wir einen kleine Stadt am Toten Meer, wo wir eine Stunde am Strand blieben. Das Wasser war sehr warm und auf dem Sand verbrannte man sich die Füße, da es um diese Uhrzeit schon 38 Grad warm war.

Um 12:20 Uhr fuhren wir dann Richtung Jerusalem. Nach ca. einer Stunde Fahrt erreichten wir einen sehr schönen Aussichtspunkt über Jerusalem. Von dort hatte man einen fantastischen Blick über die ganze Stadt. Danach besichtigten wir eine Kirche und eine Synagoge. In der Synagoge mussten die Männer eine Kopfbedeckung aufziehen. Wir besichtigten auch den Raum des letzten Abendmahls von Jesus. Dort war jedoch nicht viel zu sehen, da es einfach nur ein leerer Raum war. Zur Klagemauer kamen wir leider nicht, da es zu lange gedauert hätte durch die Sicherheitskontrollen zu gelangen. Also konnten wir nur von einiger Entfernung darauf schauen.

Gegen 18 Uhr fuhren wir dann nach Hause und am Abend trafen wir uns noch mit dem großen Teil der Gruppe und den Israelis in einer Bar, um den Tag schön ausklingen zu lassen. Dieser Tag war meiner Meinung nach einer der besten, da mir das Programm sehr gut gefallen hat und das Tote Meer ein einmaliges Erlebnis war.

 

Mittwoch, 27. September 2017
Kimberly Rothvoss-Buchheimer

Zu Beginn des geplanten Programmes hieß uns ein Lehrer an der Schule willkommen. Anschließend führte man uns in einen Klassenraum, wobei wir schon ein paar vereinzelte Eindrücke der Schule sammeln konnte. In dem Klassenraum hatten wir die Möglichkeit, einen Einblick in eine Unterrichtsstunde zu bekommen, indem Herr Muneer eine Geschichtsstunde hielt. Dabei bekamen wir interessante Einsichten, wie zum Beispiel, dass es im Arabischen auch Dialekte gibt.

Daraufhin zeigte man uns den Gebäudetrakt, in dem sich die Grundschule befindet. Nachdem diese Führung abgeschlossen war, begaben wir uns auf den Weg zu einer Töpferei, welche seit Generationen in Familienbesitz ist. Dort konnten wir nach einem kleinen, traditionellen Frühstück, einer Führung und einer Vorführung der Arbeit als Töpfer, uns daran versuchen, auf altertümliche Art etwas zu töpfern. Weiterhin besuchten wir spontan eine Fabrik, welche Sesam verarbeitet und daraus Mehl oder traditionelle Süßigkeiten herstellt. Danach kehrten wir zur Schule zurück, um unsere bis dahin existierenden Eindrücke zu besprechen. Dabei wurde uns ein Video gezeigt, welches den emotionalen Besuch unserer Austauschschüler in Deutschland zeigte.

Der letzte für diesen Tag anstehende Programmpunkt war ein Besuch von Nazareth Village. Dabei handelt es sich um eine Nachbildung der Lebensumstände zu Zeiten Jesu, wobei uns Fakten zur damaligen Zeit erklärt wurden und uns eine Vorführung von damaligen Werkzeug, der Webtechnik und der Herstellung von Wein und Olivenöl gehalten wurde.

 

Emily Folz

Der Mittwoch begann in der Schule mit der morgendlichen Versammlung und einem Gebet. Danach gingen wir in einen Klassenraum und sprachen über unsere positiven und negativen Erfahrungen (wobei es keine negativen Erfahrungen gab und uns allen auch das Essen gut bekommen war). Direkt im Anschluss hatten wir eine Geschichtsstunde bei Herrn Muneer, bei der wir uns mit dem Begriff „Naher Osten“, dem Islam, dem Nahen Osten in den Weltkriegen, dem Arabischen Frühling und der Bedeutung Israels in diesen Situationen beschäftigten. Nach einem kleinen Abstecher in der Grundschule, wo wir von vielen hoch motivierten Grundschülern begrüßt wurden, begaben wir uns zur Töpferei „Musmar“. Dort bekamen wir zunächst eine „kleine“ Stärkung (bestehend aus drei verschiedenen Pizzen und Salat), ehe wir uns die ganze Töpferei näher ansahen. Im Anschluss durften wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und eigene Kunstwerke töpfern, die wir dann mit nach Hause nehmen konnten. Auf dem Rückweg zur Schule machten wir noch einen kleinen Stopp bei einer Süßigkeitenfabrik, in der weiter fleißig erklärt und probiert wurde. Doch das Essen hatte noch lange kein Ende: Wieder in der Schule angekommen, gab es wieder was: kleine, leckere Blätterteigteilchen. Während des Essens wurde uns ein Film gezeigt, den zwei arabische Schüler in Eigenregie über ihren Aufenthalt in Deutschland gedreht hatten. Danach wurden noch ein paar Reden gehalten, bei denen dieser Austausch in den höchsten Tönen gelobt wurde. Schließlich hatten wir etwa 90 Minuten Freizeit. In dieser Zeit gingen wir alle gemeinsam etwas essen. Um halb vier haben wir uns dann wieder getroffen für eine Führung durch Nazareth Village. Dort wurde uns das Leben in Nazareth vor 2000 Jahren näher gebracht. Zum Abschluss bekam jeder eine Öllampe geschenkt. Nach einer kleinen Pause zu Hause trafen wir uns dann wieder bei einem israelischen Schüler zu einer kleinen Party, bei der weiter fleißig gegessen wurde.


 

Sophia Recktenwald

Als wir am Mittwochmorgen in die Schule kamen, fielen uns sofort die Blicke auf, die uns die nicht am Austausch beteiligten Israelis zugeworfen haben. Allerdings beließen es die meisten beim Anschauen und wir wurden nur von einigen wenigen angesprochen, sodass es uns irgendwann kaum noch auffiel. Anders als an unserer Schule findet an der Schule unserer Austauschpartner jeden Tag eine Versammlung auf dem Schulhof statt, bei der uns an diesem Tag der Schulleiter begrüßte und vorstellte. Anschließend hielten wir in einem der Klassenräume eine Feedback-Stunde ab. Keiner hatte Grund, sich zu beschweren, weshalb wir den Israelis ausschließlich positive Rückmeldung geben konnten.

Um unser nicht allzu großes Allgemeinwissen über Israel zu fördern, wurde noch eine Geschichtsstunde abgehalten, bei der beim einen mehr beim anderen weniger hängen geblieben ist. Nach einem eher spontanen Grundschulbesuch besichtigten wir eine Töpferei. Wider Erwarten war diese Führung für mich sehr interessant und erst recht die Töpfermaschinen waren beeindruckend. Die kamen übrigens allesamt aus Deutschland, wie unser Übersetzer oft genug betont hat. Letztendlich hat fast jeder die Töpferei mit einem selbst kreierten Kunstwerk verlassen, von denen auch nur ein paar im Mülleimer gelandet sind. Unser nächster Programmpunkt war aber leider ein wenig enttäuschend, da es in der Süßwarenfabrik sehr laut und eng war, sodass man den ohnehin schon mit starkem Akzent sprechenden Führer kaum verstanden hat. Aber danach wurde es schließlich wieder interessanter, da wir zusammen mit den Israelis den Film schauten, den diese in Deutschland gedreht und später mühevoll zusammengeschnitten hatten. Sie waren sehr stolz auf dieses Projekt und der Film konnte sich auch sehen lassen. Besonders die eingefügten Bilder am Ende haben an die schönsten Momente erinnert und die gab es wirklich genug. Nach dem Film hatten wir eine Mittagspause, die zu einem kleinen Abenteuer wurde, da wir natürlich mit der kompletten Gruppe nach Nazareth laufen mussten und an ein Aufteilen dieser nicht zu denken war. An vielen Stellen gab es keinen Bürgersteig oder durch parkende Autos erzeugte Engpässe und letztendlich bin ich froh, dass trotz des uns ständig begleitenden Hupens niemand überfahren wurde.

Bei der anschließenden Führung erfuhren wir, wie man zu Zeiten Jesu gelebt hat, bzw. vor allem, wie Wolle zum Weben und Wein hergestellt wurden. Bei dieser Führung war es deutlich einfacher zuzuhören, da die israelische Gruppe bei den Schafen hängengeblieben war. Zum Glück hatten wir danach ein bisschen Zeit für uns, bevor es zu Chris‘ Party ging. Dort wurde manchmal getanzt, manchmal auch einfach nur geredet. Vor allem wurden Unmengen an Erinnerungsfotos geschossen, was sich als relativ kompliziert herausgestellt hat. Man konnte kaum ein Foto mit einer Person alleine machen, weil sofort zehn andere daneben standen. Insgesamt war es ein sehr schöner Abend, aber als wir dann abgeholt wurden, war ich doch sehr froh, wieder zu Hause zu sein.

 

Donnerstag, 28. September 2017
Philip Plantegenet:

Am Donnerstag fuhren wir deutschen Austauschschüler mit den Israelis nach Haifa. Haifa ist die drittgrößte Stadt in Israel und liegt nordwestlich von Nazareth. Die Stadt ist ungefähr 40 min mit dem Bus von Nazareth entfernt. Den ersten Stopp legten wir beim Grabmal des Bab ein. Es ist das Heiligtum der Bahai; es wird auch der Schrein des Bab genannt. Der Schrein liegt an einem Berg. Es ist ein Weg, der gerade den Berg runterführt zum Gotteshaus; es ist das Weltzentrum der Baha-í. An dem Weg sind viele sehr gepflegte Gärten. Außerdem hat man von oben einen wunderbaren Blick auf Haifa.

Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, fuhren wir mit dem Bus runter zum Weltzentrum. Die Wärter dort waren streng mit der Religion und ihren Vorschriften. Die Mädchen mussten ihre Knie und Schultern bedecken. Danach sind wir zur Universität Haifa gefahren. In der Universität war ein Museum. Ich persönlich fand das Museum nicht so spannend, aber ich habe mir die Sachen trotzdem angeguckt. Mir ist aufgefallen, dass die israelischen Austauschschüler kein Interesse an dem Kulturgut ihres Landes zeigten und immer von ihren Lehrern ermahnt werden mussten.

 

Freitag, 29. September 2017
Benedikt Gouverneur

An diesem Tag trafen wir uns, wie an den meisten anderen Tagen, um 8:00 Uhr an der Schule, um uns dann mit dem Bus auf den Weg zu unserem Ausflugsziel zu machen. Dann fuhren wir, also die deutschen und die israelischen Schüler in Begleitung der beiden deutschen Lehrer und zwei israelischen, an den See Genezareth. Um 9:30 Uhr machte die Gruppe eine spaßige Schiffstour mit einem Schiff der Lido-Flotte. Auf dem Boot wurden viele verschiedene Lieder abgespielt, als erstes sogar die ersten zwei Strophen des „Deutschland-Liedes“. Als wir wieder an Land waren, machten wir zuerst einmal eine Pause, da einige sich etwas Verpflegung beschaffen wollten. Anschließend begab sich die Gruppe wieder in den Bus, um die Exkursion fortzusetzen.

Gegen 11:00 Uhr begannen wir, die heiligen Orte um den See Genezareth herum anzusehen. Bevor wir die erste Kirche besuchten, kauften sich allerdings ein paar Schüler etwas Kühles zu trinken oder ein Eis, da es sehr warm war. Daraufhin wurde der Berg erklommen, auf dem die besagte erste zu besuchende Kirche steht. Diese steht auf dem Berg, auf welchem Jesus Christus seine Bergpredigt gehalten hat. Die zweite von uns besichtigte Kirche, die wir nach einer weiteren kurzen Busfahrt erreichten, war die sogenannte Brotvermehrungskirche. Nach dem Matthäusevangelium fand dort die wundersame Brot- und Fischvermehrung bei der Speisung der Fünftausend statt. Am 17. Juni 2015 gab es dort einen verheerenden Brandanschlag durch rechtsextremistische israelische Siedler.

Nach dem Besuch dieser Kirche machten wir uns auf den Fußweg zum nächsten heiligen Ort. Der Kirchenbau dieses Ortes liegt unmittelbar am Ufer des Sees. Nachdem unser Reiseführer fertig mit seiner Erzählung über diesen Ort war, durften wir um die Kirche herumgehen und das Wasser des See Genezareth berühren. Leider war es nicht möglich, so über das Wasser zu gehen, wie Jesus es getan hat.

Um 14:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zur Schule und wurden dort entlassen. Gegen Abend trafen sich fast alle Teilnehmer des Austausches im jüdischen Viertel von Nazareth, da an diesem Abend der jüdische Fastentag „Jom Kippur“ begann. An diesem Tag dürfen Juden kein Auto fahren, keinen Alkohol trinken und vieles mehr ist ihnen auch untersagt. Deshalb waren die Straßen in diesem Viertel abgesperrt, was viele Kinder ausnutzen, um ungestört auf der Straße zu spielen, mit dem Fahrrad oder dem Skateboard zu fahren oder Ähnliches. Es war ein schöner Abend.


 

Samstag, 30. September 2017
Lena Monsch

Der Samstagmorgen begann für mich nach lang ersehnten zehn Stunden Schlaf in meinem rosaroten Prinzessinnenzimmer, das normalerweise der kleinen Schwester meiner Austauschschülerin gehört. Begleitet durch unseren liebenswürdigen Hund Mokka ging ich kurz darauf in die Küche, um mit Emily und Maria Pancakes für das Frühstück zu backen. Das hauseigene Rezept dazu bestand aus je zwei Tassen Mehl und Milch, zwei Eiern und etwas Öl. Nachdem wir das Gusseisen fünf oder sechs Mal befüllt hatten, waren auf jeden Fall genug Pancakes für uns drei da, die wir zusammen mit Nutella oder Ahornsirup essen konnten. Immer noch gut gesättigt ging es dann nach einer kleinen Pause an das Zubereiten für das Abendessen am Sonntag. Dafür war “waraa dawali“ vorgesehen, was eines der dortigen Lieblingsgerichte zu sein scheint. Es handelt sich dabei um Weinblätter, die durch eine spezielle Falttechnik mit Reis und Hackfleisch gefüllt werden. Um Emily und mir genau das beizubringen, bekamen wir sogar Besuch von Marias Großmutter.

Anschließend machten wir uns fertig, um in den Geschäften von Nazareth noch einige letzte Souvenirs zu besorgen. Dazu besuchten wir zuerst das alte Badehaus, in dem man heute vor allem schönen Schmuck kaufen kann, der den meisten Touristen wohl zu teuer sein wird. Daraufhin stärkten wir uns mit Falafel und Minzlimonade und besuchten einige weitere Geschäfte. Bevor wir uns zuhause für das abendliche Schulessen fertigmachen konnten, besuchten wir noch eine Baklava-Bäckerei. Nachdem wir uns sogar ansehen durften, wie das süße Gebäck dort hergestellt wird, sollten wir natürlich auch noch etwas probieren. Die Wahl fiel auf “Kanafeh“, ein Dessert bestehend aus einer dicken Schicht geschmolzenem Käse bedeckt mit Zuckerfäden. Unsere kuchentellergroße Portion war also genau das Richtige für uns, das Mittagessen lag immerhin schon fast eine Stunde zurück. Auch bis zum Abendessen hätte es nicht mehr allzu lang gedauert, wenn wir uns pünktlich um sieben an der Schule getroffen hätten. Doch da das Treffen anscheinend nach arabischer Zeit stattfand, konnten wir uns noch ausruhen bevor wir etwa um 19:45h zur Schule gefahren wurden, die etwa 200 m neben Marias Haus liegt.

Als wenige Minuten später die meisten eingetroffen waren, konnten wir uns an den gedeckten Tisch setzten, auf dem bereits Hummus und einige Salate standen. Das gegrillte Fleisch wurde später von den Austauschschülern verteilt, sodass wir einen der letzten Abende sorgenfrei genießen konnten, indem wir uns mit alten, aber auch einigen neuen Freunden austauschten. Während viele der Anderen sich danach noch bei einem der Austauschschüler trafen, fuhren und ich nach Hause und unterhielten uns stattdessen noch in Ruhe darüber, was uns die Woche über aufgefallen war oder uns verwundert hatte.

 

Leonie Schmidt

Schon seit Anfang der Woche, als ich heraus fand, dass Schlaf in Israel unterbewertet wird, hatte ich mich nach diesem Tag gesehnt. Der Tag, an dem ich endlich bis 12 Uhr mittags ausschlafen konnte, ohne geweckt zu werden. Da wir an diesem Tag nichts unternehmen konnten aufgrund des bis 18 Uhr andauernden jüdischen Feiertags Jom Kippur, an dem man innerhalb des Stadtteils Nazareth Illit sein Auto oder sonstige Fortbewegungsmittel nicht nutzen darf, verbrachten wir den Großteil des Samstags damit, Filme zu schauen und zu reden. Um 16 Uhr aßen wir dann zu Mittag, was, wie ich Laufe der Woche herausgefunden habe, eine übliche Uhrzeit ist um sein Mittagessen einzunehmen. Später am Abend brachen wir auf um pünktlich um 19 Uhr an der Schule zu erscheinen, wo ein BBQ mit arabischen Spezialitäten wie Hummus und verschiedenen Salaten für alle Teilnehmer des Austausches inklusive betreuender Lehrer veranstaltet wurde. Was mir während des Essens und auch danach auffiel, war, dass die arabischen Schüler ohne hörbare Aufforderung das Essen verteilten, ausgaben und am Ende abräumten. Als es um 21 Uhr dem Ende entgegen ging, wurden wir von unseren Gasteltern abgeholt und nach Hause gebracht, wo ich den Rest des Abends verbrachte, um dann ausnahmsweise mal "früh" schlafen zu gehen.

 

Montag, 02. Oktober 2017
Hannah Remmel

Nachdem ich die letzten Sachen in meinen Koffer gequetscht hatte, ging es mitten in der Nacht (genauer gesagt um 1 Uhr morgens) ein letztes Mal vom 30 km entfernten Wohnort meiner Gastfamilie nach Nazareth. Dort angekommen, war es an der Zeit Abschied zu nehmen. Wie erwartet war dies der schmerzhafteste Teil des Austausches. Es wurden viele Tränen vergossen, was zu einigen Wimperntuscheflecken an dem ein oder anderen Shirt so mancher Austauschschüler(innen) führte. Auch mit Tränen in den Augen wurden die letzten Selfies gemacht. Doch um 2 Uhr war der Zeitpunkt gekommen, an dem es Richtung Flughafen gehen sollte. Zumindest war das der Plan 😉 Bis jeder nochmal jeden umarmt hatte und alle Saarburger Austauschschüler(innen) in den Bus eingestiegen waren, vergingen noch weitere 10 min. So machten wir uns dann also, ganz nach israelischer Lebensweise, nicht ganz pünktlich auf den zweistündigen Weg nach Tel Aviv. Am Flughafen angekommen mussten wir uns zunächst einigen Fragen der Security stellen. Danach konnten alle ihr Gepäck einchecken, ohne dass ein einziger Koffer kontrolliert wurde. Es musste jedoch ein Koffer trotzdem nochmal geöffnet werden … Dieser gehörte Herr Scheid, der seine 3 Kilo Übergepäck noch schnell im Handgepäck verstaute. Als wir dann die Passkontrolle und den Security Check passiert hatten, nutzten wir die restliche Zeit bis zum Boarding, um die Flughafenläden abzuklappern, um vielleicht noch ein fehlendes Souvenir zu kaufen. Um 7.30 Uhr war es nun tatsächlich so weit, Abschied zu nehmen. Das Flugzeug Richtung München hob ab und landete genau 4 Stunden später auf deutschem Boden, wo es aufgrund der Zeitverschiebung erst 10.30 Uhr war. Diese geschenkte Stunde verschaffte uns genügend Zeit, um die Pass- und Sicherheitskontrolle zu durchqueren und den Anschlussflug, der für 12 Uhr geplant war, zu erwischen. Mit einer Stunde Verspätung startete dann auch unser Anschlussflieger nach Luxemburg, wo wir nach unserer 12 stündigen Heimreise gesund, jedoch sehr müde ankamen und von unseren Eltern/ Freunden sehnsüchtig erwartet wurden.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge endete der Israel Austausch nach zehn Tagen nun also genau dort, wo er auch begonnen hatte, mit dem Unterschied, dass wir alle um unzählige Erfahrungen und Eindrücke reicher geworden sind.

Schüleraustausch des Gymnasiums Saarburg mit dem Lycée Monge

Vom 09.01.2017 bis zum 11.01.2017 fand ein Schüleraustausch mit dem Lycée Monge in Charleville-Mézières statt. Die Franzosen besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler in Saarburg und kamen dort bei liebevollen Gastfamilien unter.

Nach ihrer Ankunft am Montagmorgen gegen 11 Uhr konnten die Schüler untereinander die ersten Kontakte knüpfen und sich durch ausgiebige Gespräche besser kennenlernen, bevor das geplante Programm begann.
Das Thema der Projektreihe setzte sich aus der Erarbeitung verschiedener Unterthemen des Römerschiffes in bilingualen Kleingruppen zusammen. Eine weitere Gruppe, bestehend aus vier Personen, sowohl deutsche als auch französische Schüler, kümmerte sich um die Dokumentation des Projektes in Form von Bildern und in Form eines Filmes, sodass das Projekt im März am Tag der offenen Tür an der französischen Schule von allen Beteiligten vorgestellt werden kann.

Zu dem Thema „Der Fluss als Lebensraum“ wurde am ersten Tag ein großes Plakat gestaltet, auf dem alle Schüler ihre ersten Gedanken festhalten konnten. Die Ergebnisse wurden von deutschen Schülern auf Französisch, sowie von französischen Schülern auf Deutsch präsentiert. Nach dem Mittagessen in der schuleigenen Mensa fanden die Schüler in den eingeteilten Gruppen zusammen und begannen ihr zugeteiltes Thema zu bearbeiten, um es am letzten Tag vorzustellen.

Um 16:10 Uhr verließen die Deutschen zusammen mit ihren Austauschschülern das Schulgelände und traten den Weg nach Hause an, wo sie den restlichen Tag frei verbringen und die Zeit zu weiteren Austauschmöglichkeiten nutzen konnten.

Nachdem in einem bilingualen Kennenlernspiel jeder schon seine ersten Eindrücke des Austausches offen darlegen konnte, fanden sich die Gruppen erneut zusammen, um weiter an ihrem Auftrag zu arbeiten, während sich das Video-Team durch Interviews der Schüler und Lehrer über deren Motivation für das ABIBAC informierte. Für einige Schüler bedeutet es, dass man sich frei entscheiden kann, wo man studiert, da man mehrere Möglichkeiten hat, auch ein Studium im Ausland zu absolvieren. Für eine Schülerin repräsentiert das deutsch-französische Abitur aber auch die Vereinigung von Frankreich und Deutschland, weil nicht mehr Krieg geführt, sondern zusammen agiert wird. Des Weiteren ziehen manche Schüler in Erwägung, eines Tages in dem jeweils anderen Land zu leben und sich dort eine Basis aufzubauen.

Am Nachmittag dieses Tages stand eine Exkursion nach Trier zur Besichtigung des Römerschiffes auf dem Programm, nachdem drei Studenten durch einen Vortrag schon einen kleinen Einblick darauf gaben. Durch weitere Erzählungen und durch ein Interview mit Christoph Schäfer, Professor für alte Geschichte an der Universität Trier, erfuhren die Schüler sehr viel über das Römerschiff, welches er zusammen mit Studenten in ein bis zwei Jahren restauriert hat, um das Schiff vor einem Verfall zu bewahren. Dieses wurde früher zum Handel und Transport verwendet, wohingegen es heute der Forschung zur Verfügung steht und gelegentlich auch zur Ausstellung und Präsentation der römischen Handlungsmöglichkeiten dient.

Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der letzte Abend der Projektarbeit nach einer Führung in der römischen Stadt Trier und einem gemeinsamen Abendessen schließlich aus.

Am letzten Tag wurden die Ergebnisse der vergangenen Tage erfolgreich präsentiert. Bis 13 Uhr hatten die Schüler dann noch Zeit die Stadt Saarburg zu erkunden und schöne Orte, wie den 17 Meter tiefen Wasserfall zu besichtigen.

Der Abschied fiel den Schülern beider Länder schwer, da aufgrund der begrenzten Zeit nur wenig Möglichkeit geboten war, den Austauschschülern einen näheren Einblick in das deutsche Alltagsleben zu bieten.

Insgesamt war das Projekt erfolgreich und hat den deutschen sowie den französischen Schülern viel Spaß bereitet. Die Kommunikation untereinander verlief ebenfalls problemlos, sodass die weitere Projektarbeit im März in Frankreich sehnsüchtig erwartet wird.

Denise Britten, Jula Jacob, Hannah Hoffmann, Louise Belair

Nachbetrachtung zum Israel-Austausch 2015

Text: Charlotte Recktenwald // Fotos: Anna Haag

Zehn Tage – das ist eine kulturelle Bereicherung der besonderen Art. Denn was in den Medien ausgelassen wird, ist der Alltag der normalen Leute und Schüler Israels, den wir dieses Jahr im Rahmen des Schüleraustausches mit der „St. Joseph Sisters School“ in Nazareth erleben durften, der für die deutschen Schüler praktischerweise auf die Woche(n) unmittelbar nach den Sommerferien fiel.

Unsere Austauschschüler kamen schon vor den Ferien zu uns; sie erwiesen sich – nach ihrem ersten Kulturschock auf den Markttagen – als deutlich weniger streng religiös und „kompliziert“ als angenommen. Schon in Deutschland knüpften wir enge Kontakte und legten die Fundamente für viele Insider-Witze, die wir dann nach den Ferien in Israel erweitern konnten.

Strand

In Nazareth landeten wir in der Begleitung von Frau Hirtz, Herrn Wörz und Herrn Scheids besten Wünschen zielgenau in einem Sandsturm, wie ihn die Israelis (nach eigener Aussage) seit fünfzehn Jahren nicht mehr erlebt hatten: Noch fast eine Woche lang atmeten wir dichte Staubwolken, in Kombination mit den Abgasen der gesetzlosen Fahrweise der Israelis und den permanenten 38°C ! Außerdem stellten wir fest, dass der geplante Schulbesuch, auf den wir alle gespannt gewesen waren, wegen eines Streiks leider ausfallen musste, worauf unsere Gastgeber jedoch schnell und mit Humor reagierten und kurzerhand das Programm umkrempelten: Wir besuchten Nazareths Altstadt, den See Genezareth (inklusive Bootstour) und nicht zuletzt Jerusalem! Glücklicherweise fanden der jüdische Neujahrsfeiertag und die damit verbundenen Unruhen an der Klagemauer erst drei Tage nach unserer Tour dorthin statt.

Diverse Kirchen und entsprechende religiöse und historische Fortbildung durften in einem Land wie Israel natürlich nicht fehlen, weshalb wir unter anderem die Grabeskirche, interessanterweise zwei Verkündigungskirchen und die Brotvermehrungskirche besichtigten.

Im Kreis der Gastfamilien verbrachten wir unsere Freizeit am Strand in Haifa und genossen das Badewannen-Feeling im Meer, was uns über das aus dem Programm gestrichene Tote Meer hinwegtröstete.

Israel Essen 01

Die vollen zehn Tage über klagte jeder Deutsche mindestens einmal am Tag über einen vollen Magen: Nicht nur essen Israelis sowohl fettigere Hauptspeisen und süßere Süßigkeiten als Deutsche, sie essen auch viel mehr und viel öfter – oder besser, sie nötigen ihre Gäste zuzulangen, während sie selbst kaum etwas anrühren. Im Rahmen einer entsprechenden Tour haben wir wohl gefühlt jedes Restaurant in Nazareth und Umgebung von innen gesehen. Fremde Gewürze in Hülle und Fülle gab es an jeder Straßenecke billig zu kaufen und auf jedem der sehr altertümlichen und hübschen Märkte wurden uns diverse Spezialitäten angeboten.

Essen

Fast jeden Abend trafen wir uns zum Grillen bei einem der Gastschüler und erlebten jede Menge lustiger Situationen, auch wenn an einem Abend einer der Israelis, der sich unglücklich den Arm brach, für einen Stimmungsdämpfer sorgte. Doch nichtsdestotrotz sprechen wir jetzt, viele Selfies, Witze und Fladenbrote später von einem rundum gelungenen Austausch, bei dem wir, Deutsche und Israelis, gute Freunde geworden sind. Den Kontakt möchten wir weiterhin halten, immer in der Hoffnung, unsere israelisch-arabischen Freunde irgendwann von den Saarburger Markttagen in Richtung Oktoberfest zu führen.