Europäisch vernetzt, innovativ ausgezeichnet

Unsere Schule ist mit dem eTwinning-Schulsiegel 2026-27 ausgezeichnet worden – einer Anerkennung, die europaweit von der zentralen Koordinierungsstelle im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ vergeben wird und in diesem Jahr nur einer weiteren Schule in Rheinland-Pfalz zuteilwurde. Die Auszeichnung ist für zwei Jahre gültig. Sie würdigt Schulen, die die Werte und pädagogischen Grundlagen von eTwinning nachweislich in ihrem Schulalltag verankern und damit europäische Zusammenarbeit nachhaltig leben.

Als eTwinning-Schule stehen wir für ko-kreatives Lernen mit Partnerklassen in Europa und den gezielten Erwerb digitaler Kompetenzen in der Projektarbeit. Im Zentrum stehen dabei die Schülerinnen und Schüler: Sie gestalten Projekte aktiv mit, übernehmen Verantwortung und prägen so den schulischen Alltag. Ebenso zentral ist die kontinuierliche Fortbildung der Lehrkräfte, die sich in einem engagierten Netzwerk austauschen, voneinander lernen und gemeinsam neue Onlineprojekte entwickeln.

Die Auszeichnung bekräftigt unseren Kurs, europäische Bildungsarbeit aktiv zu gestalten. Darüber hinaus werden unsere Lehrkräfte zu europäischen Veranstaltungen eingeladen, die speziell für eTwinning-Schulen konzipiert sind. So entsteht eine weitere Chance, Impulse nach Saarburg zu holen und erfolgreiche Praxis zu teilen.

Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten

Als die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz bereits mit einem Bein in den Osterferien waren, sahen die Absolventinnen und Absolventen des diesjährigen Abiturjahrgangs mit einem lachenden und weinenden Auge der Tatsache ins Auge, dass sie diese nie wieder haben würden. Einem rundum schön gestalteten Gottesdienst folgte am Abend des letzten Schultages vor den Osterferien die Verabschiedung der Abiturientia in der Saarburger Stadthalle. Schulleiter Andreas Schreiner und die Stammkursleitungen der MSS 13 überreichten 72 Abiturientinnen und Abiturienten die Abiturzeugnisse und gratulierten zu den er-brachten Leistungen.

Die Traumnote 1,0 wurde in diesem Jahr zweimal erzielt. Der Preis des Schulleiters für diese herausragenden Leistungen ging an Marieke Löb und Eva Witt. Insgesamt erreichten 23 Abiturientinnen und Abiturienten, und damit knapp ein Drittel des Jahrgangs, eine Durchschnittsnote mit der 1 vor dem Komma.

Der deutsch-französische Doppelabschluss der Allgemeinen Hochschulreife, das Abibac, wurde an zehn Schülerinnen und Schüler vergeben: Helena Becker, Clara Lämmel Dominguez, Katharina Heintz, Lidia Maslowska, Owen Morgan, Mattia Serra, Maurice Hoff, Naomi Müller, Rebecca Troian und Nele Weber.

Der Förderverein verlieh Preise für herausragende Leistungen in den schriftlichen und mündlichen Abiturprüfungen und der Facharbeit an Nils Angel, Jarno Dewinter, Katharina Heintz, David Lemmer, Emma Menzel, Naomi Müller, Maraike Pütz, Colin Schmitz, Jule Vogl, Finja Wiens, Lucie Wiens, Eva Witt und Lukas Zerau. Louisa Kiefer wurde für herausragende Leistungen im Fach Latein geehrt.

Der Rotary Club Saarburg übergab drei Sonderpreise für herausragende und kontinuierlich sehr gute Leistungen an Marieke Löb, Lucie Wiens und Nele Zunker.

Weitere Preise für besondere Leistungen und außergewöhnliches Engagement erhielten: Jule Vogl (Preis der Stadt Saarburg), Nils Leidisch (Preis der Verbandsgemeinde); Katharina Heintz, Leo Pfeiffer, Jana Reiland, Johanna Scholer, Amelia Sleight, Eva Witt, Lukas Zerau (Preise des Schulelternbeirates); Katharina Heintz, Marieke Löb (Preis der Deutsch-Französischen-Gesellschaft); Nele Zunker (Verein Deutsche Sprache), Lukas Zerau (Preis des Landesmusikrats RLP), Jarno Dewinter, Maraike Pütz (Preis des Philologenverbands Rheinland-Pfalz), Finja Wiens (Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft), Lucie Wiens (Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker), Nils Angel (Preis der Deutschen Mathematiker-Vereinigung), Tim Dillenburger, Julian Donkel, Colin Schmitz (Preis der Gesellschaft für Informatik), Marieke Löb (Deutscher Spanischlehrkräfteverband).

Das MINT-EC Zertifikat wurde an Nils Angel („mit Auszeichnung“) vergeben.

Einladung zum Frühjahrskonzert

„Fly Me to the Moon“

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule laden herzlich zum diesjährigen Frühjahrskonzert am 24. April 2026 um 19 Uhr in die Kirche Sankt Laurentius in Saarburg ein.

Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler im Chor und Aufbauchor (Leitung: Kathrin Notte-Zeck), im Schulorchester (Leitung: Arno Hoffmann) sowie in der Band der Jahrgangsstufe 12 präsentieren Musik zum Thema „Fly Me to the Moon“. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler treten nicht nur in den großen Ensembles, sondern auch solistisch in Erscheinung. Neben dem titelgebenden Jazzstandard, vorgetragen von den Jungen im Schulchor, hören Sie bekannte Lieder wie zum Beispiel „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Fix You“ (Coldplay). Mit „La Nuit“ steht zudem ein vierstimmiger A-capella-Chorsatz, basierend auf einer Melodie von Jean-Philippe Rameau auf dem Programm. Für Liebhaberinnen und Liebhaber von Filmmusik und Chansons ist auch etwas dabei – lassen Sie sich überraschen! Die Klavierbegleitung übernimmt Ruth Schneider-Barth. Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mein Jobshadowing in Schweden

Gemeinsam mit neun anderen Lehrerinnen aus Rheinland-Pfalz hatte ich Anfang März die Gelegenheit mit Erasmus+ das schwedische Schulsystem kennenzulernen und in den Schulalltag in Sollentuna, einem Vorort von Stockholm, in den Schulalltag einzutauchen.

Astrid, die Schulhündin

Das schwedische Schulsystem unterscheidet sich wesentlich vom deutschen: Die Schülerinnen und Schüler lernen deutlich länger gemeinsam und weniger leistungsorientiert – die Grundschule dauert neun Jahre, und bis zur 6. Klasse gibt es keine Noten. Vergleiche sind kulturell verpönt – ein ungeschriebener Verhaltenskodex betont in Skandinavien Bescheidenheit, Gleichheit und soziale Kontrolle (Gesetz von Jante). Tatsächlich wirkten die Kolleginnen und Kollegen und die Schülerschaft dort auf mich deutlich entspannter, wenngleich uns auch von Übertrittsstress in Klasse 9 berichtet wurde – dann stehen zentrale Prüfungen in Schwedisch, Englisch, Mathe, den Gesellschafts- und Naturwissenschaften an.

Der schwedische Staat investiert deutlich mehr Geld in Bildung als der deutsche (öffentliche Gesamtausgaben für Bildung: 7,1 vs. 4,5% des BIP), und das konnte man sehen: Die Schule in Sollentuna befand sich zwar in einem alten Gebäude, war aber dennoch mit Rampen und Aufzügen barrierefrei erreichbar. Schülerinnen und Schüler in Schweden bekommen zudem alle Materialien, die sie für die Schule benötigen, kostenlos gestellt – vom Stift über das Heft bis zu einem eigenen Computer. Auch das Mittagessen ist für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kostenlos – und lecker.

Viele Abläufe in der Schule waren zunächst sehr ungewohnt: Es gab keinen Gong und auch keine gemeinsame Hofpause für alle. Wie in Schweden üblich, wurden die Lehrkräfte geduzt (das ist auch in der Arbeitswelt normal, die Hierarchien sind flacher). Die Dauer der einzelnen Stunden variierte erheblich. Die Unterrichtsstunden begannen also erstmal damit, dass die Lehrkräfte an der Tafel notierten, ob jetzt z.B. 40 oder 70 min Unterricht anstehen.

Die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte verbringen viel Zeit in der Schule (Ganztagsschule; für Lehrkräfte 35 Std. Anwesenheitspflicht vor Ort). Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler (aus deutscher Sicht) viele Freiheiten: So durften die 7.-9. Klassen die Pausen im Schulgebäude verbringen (es gab viele Bänke und andere Sitzgelegenheiten in den Fluren und Treppenhäusern) und den Unterricht ohne nachzufragen für einen Toilettengang verlassen.

Stundenplan einer 4. Klasse

In der Grundschule gibt es eine bemerkenswert große Fächervielfalt – Nähen, Werken, Kochen und ökonomische Bildung spielen genauso eine Rolle wie z.B. Sprachen, Gesellschafts- und Naturwissenschaften. Konfessionellen Religionsunterricht gibt es hingegen nicht.

Schweden ist wie Deutschland seit Jahrzehnten Einwanderungsland. Das Schulsystem hat sich darauf auch eingestellt: In der besuchten Schule erhalten 10% der Schülerinnen und Schüler Unterricht im Fach Schwedisch als Zweitsprache. Zudem gibt es in Sollentuna – einer Stadt mit 75.000 Einwohnern – herkunftssprachlichen Unterricht in 60 (!) verschiedenen Sprachen (z.B. Arabisch, Tigrinya, Türkisch, Kurdisch).

„Frühling“ in Stockholm

In Saarburg haben wir seit Kurzem eine Schulsozialarbeiterin. In Schweden ist multiprofessionelles Arbeiten seit langem der Standard: In der Schule gibt es auch eine Schulkrankenschwester, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen, Förderlehrkräfte, eine Berufsberaterin, eine Bibliothekarin für die Schulbibliothek, Küchenpersonal etc. Die Kommune Sollentuna hat seit 20 Jahren auch in allen Schulen ein verpflichtendes Programm gegen Mobbing etabliert (Olweus) und bietet eine Naturskolan an. An einzelnen Tagen können Klassen dort angeleitete Erfahrungen in der Natur machen – wichtig in einem Land, in dem viel Freizeit zu allen Jahreszeiten draußen verbracht wird. Für Achtklässler kann man z.B. einen Workshop buchen, bei dem man lernt, was zu tun ist, wenn man im Winter in einen gefrorenen See einbricht.

Während in 16 deutschen Bundesländer unterschiedliche Schulformen, Lehrpläne und Schulbücher existieren, erleichtert ein zentrales System wie in Schweden die Konzeption von einheitlichen Lehrmaterialien und Prüfungen. Schülerinnen und Schüler haben oft die Wahl, ob sie eine Prüfung mit Stift und Papier erledigen möchten oder diese digital einreichen.

Hinsichtlich der Digitalisierung suchen beide Länder noch nach dem richtigen Weg: In Schweden wurde in den letzten Jahren sehr viel Geld in Digitalisierung investiert – mit all seinen Schattenseiten: die Feinmotorik und Konzentration ist schlechter geworden, es wird kaum noch Schreibschrift beherrscht und die Schülerinnen und Schüler verbringen sehr viel Zeit vor Bildschirmen. In Zukunft sollen in Schweden gedruckte Schulbücher wieder stärker zum Einsatz kommen und in den Grundschulen wird es ab dem kommenden Schuljahr ein Handyverbot geben.

Wer neue Impulse für die Schule oder den Unterricht sucht, oder einmal erleben möchte, wie Schule ganz anders sein kann, dem sei der Austausch mit Erasmus+ wärmstens empfohlen.

(As)

Buch des Monats April 2026

Im April präsentieren wir in unserer Schulbibliothek den Roman SOS Mission Blütenstaub von Esther Kuhn, der im Magellan-Verlag erschienen ist. Das Buch wird für das Lesealter von 10 bis 12 Jahre empfohlen.

Das Buch liegt ab sofort auf der Theke in der Schulbibliothek zur Ansicht aus und kann dort auch ausgeliehen werden.

Dieses Jugendbuch wurde für unserer Schulbibliothek von der Autorin Esther Kuhn signiert.