Mein Jobshadowing in Schweden

Gemeinsam mit neun anderen Lehrerinnen aus Rheinland-Pfalz hatte ich Anfang März die Gelegenheit mit Erasmus+ das schwedische Schulsystem kennenzulernen und in den Schulalltag in Sollentuna, einem Vorort von Stockholm, in den Schulalltag einzutauchen.

Astrid, die Schulhündin

Das schwedische Schulsystem unterscheidet sich wesentlich vom deutschen: Die Schülerinnen und Schüler lernen deutlich länger gemeinsam und weniger leistungsorientiert – die Grundschule dauert neun Jahre, und bis zur 6. Klasse gibt es keine Noten. Vergleiche sind kulturell verpönt – ein ungeschriebener Verhaltenskodex betont in Skandinavien Bescheidenheit, Gleichheit und soziale Kontrolle (Gesetz von Jante). Tatsächlich wirkten die Kolleginnen und Kollegen und die Schülerschaft dort auf mich deutlich entspannter, wenngleich uns auch von Übertrittsstress in Klasse 9 berichtet wurde – dann stehen zentrale Prüfungen in Schwedisch, Englisch, Mathe, den Gesellschafts- und Naturwissenschaften an.

Der schwedische Staat investiert deutlich mehr Geld in Bildung als der deutsche (öffentliche Gesamtausgaben für Bildung: 7,1 vs. 4,5% des BIP), und das konnte man sehen: Die Schule in Sollentuna befand sich zwar in einem alten Gebäude, war aber dennoch mit Rampen und Aufzügen barrierefrei erreichbar. Schülerinnen und Schüler in Schweden bekommen zudem alle Materialien, die sie für die Schule benötigen, kostenlos gestellt – vom Stift über das Heft bis zu einem eigenen Computer. Auch das Mittagessen ist für alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte kostenlos – und lecker.

Viele Abläufe in der Schule waren zunächst sehr ungewohnt: Es gab keinen Gong und auch keine gemeinsame Hofpause für alle. Wie in Schweden üblich, wurden die Lehrkräfte geduzt (das ist auch in der Arbeitswelt normal, die Hierarchien sind flacher). Die Dauer der einzelnen Stunden variierte erheblich. Die Unterrichtsstunden begannen also erstmal damit, dass die Lehrkräfte an der Tafel notierten, ob jetzt z.B. 40 oder 70 min Unterricht anstehen.

Die Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte verbringen viel Zeit in der Schule (Ganztagsschule; für Lehrkräfte 35 Std. Anwesenheitspflicht vor Ort). Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler (aus deutscher Sicht) viele Freiheiten: So durften die 7.-9. Klassen die Pausen im Schulgebäude verbringen (es gab viele Bänke und andere Sitzgelegenheiten in den Fluren und Treppenhäusern) und den Unterricht ohne nachzufragen für einen Toilettengang verlassen.

Stundenplan einer 4. Klasse

In der Grundschule gibt es eine bemerkenswert große Fächervielfalt – Nähen, Werken, Kochen und ökonomische Bildung spielen genauso eine Rolle wie z.B. Sprachen, Gesellschafts- und Naturwissenschaften. Konfessionellen Religionsunterricht gibt es hingegen nicht.

Schweden ist wie Deutschland seit Jahrzehnten Einwanderungsland. Das Schulsystem hat sich darauf auch eingestellt: In der besuchten Schule erhalten 10% der Schülerinnen und Schüler Unterricht im Fach Schwedisch als Zweitsprache. Zudem gibt es in Sollentuna – einer Stadt mit 75.000 Einwohnern – herkunftssprachlichen Unterricht in 60 (!) verschiedenen Sprachen (z.B. Arabisch, Tigrinya, Türkisch, Kurdisch).

„Frühling“ in Stockholm

In Saarburg haben wir seit Kurzem eine Schulsozialarbeiterin. In Schweden ist multiprofessionelles Arbeiten seit langem der Standard: In der Schule gibt es auch eine Schulkrankenschwester, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen, Förderlehrkräfte, eine Berufsberaterin, eine Bibliothekarin für die Schulbibliothek, Küchenpersonal etc. Die Kommune Sollentuna hat seit 20 Jahren auch in allen Schulen ein verpflichtendes Programm gegen Mobbing etabliert (Olweus) und bietet eine Naturskolan an. An einzelnen Tagen können Klassen dort angeleitete Erfahrungen in der Natur machen – wichtig in einem Land, in dem viel Freizeit zu allen Jahreszeiten draußen verbracht wird. Für Achtklässler kann man z.B. einen Workshop buchen, bei dem man lernt, was zu tun ist, wenn man im Winter in einen gefrorenen See einbricht.

Während in 16 deutschen Bundesländer unterschiedliche Schulformen, Lehrpläne und Schulbücher existieren, erleichtert ein zentrales System wie in Schweden die Konzeption von einheitlichen Lehrmaterialien und Prüfungen. Schülerinnen und Schüler haben oft die Wahl, ob sie eine Prüfung mit Stift und Papier erledigen möchten oder diese digital einreichen.

Hinsichtlich der Digitalisierung suchen beide Länder noch nach dem richtigen Weg: In Schweden wurde in den letzten Jahren sehr viel Geld in Digitalisierung investiert – mit all seinen Schattenseiten: die Feinmotorik und Konzentration ist schlechter geworden, es wird kaum noch Schreibschrift beherrscht und die Schülerinnen und Schüler verbringen sehr viel Zeit vor Bildschirmen. In Zukunft sollen in Schweden gedruckte Schulbücher wieder stärker zum Einsatz kommen und in den Grundschulen wird es ab dem kommenden Schuljahr ein Handyverbot geben.

Wer neue Impulse für die Schule oder den Unterricht sucht, oder einmal erleben möchte, wie Schule ganz anders sein kann, dem sei der Austausch mit Erasmus+ wärmstens empfohlen.

(As)

Klare Empfehlung: Bewerbungstraining für die MSS 12

Am 20. und 21. Januar 2026 veranstalteten die beiden Saarburger Unternehmen EURESA und Total Fansports ein sehr informatives und interaktives Bewerbungstraining für die Jahrgangsstufe 12. Dabei ging es nicht nur um die Vermittlung von Grundbegriffen der freien Wirtschaft, wie zum Beispiel CV (curriculum vitae, Lebenslauf) oder die Wahl der richtigen Formatierung für eine Bewerbung, sondern insbesondere darum, wie wir gängige Fehler vermeiden können, um die Aussichten auf den von uns gewünschten Arbeitsplatz zu maximieren.

Der Vortrag behandelte viele Fragen, vor denen die allermeisten von uns einmal stehen werden. Dazu gehörte beispielsweise, wie man als Bewerber zugleich professionell und authentisch auftritt, wann und wie Künstliche Intelligenz sinnvoll für ein Anschreiben eingesetzt werden kann oder was absolute No-Gos im Bewerbungsprozess sind.

Gegen Ende des Nachmittags durften wir dann in die Rolle von Bewerbenden schlüpfen und erhielten so erstmals einen realistischen Einblick in den Ablauf eines Bewerbungsgespräches. Anschließend folgte eine Feedbackrunde, in der uns besonders die Bedeutung kleiner Gesten, erster Eindrücke sowie das Achten auf Augenkontakt und einen flüssigen Redefluss als abschließende Tipps mitgegeben wurden.

Doch nicht nur wir bekamen während der Veranstaltung Fragen gestellt – auch die beiden Gäste nahmen sich Zeit für unsere zahlreichen Fragen und gewährten uns so Einblick in die Denkweise eines Personalers. Motiviert gingen wir aus der Veranstaltung heraus, mit dem Wissen, ein Stück besser auf eine mögliche Bewerbung in unseren späteren Leben vorbereitet zu sein.

Deshalb, liebe Schülerinnen und Schüler und vor allem liebe 11er: Wir können euch diese Veranstaltung nur ans Herz legen. Egal, ob ihr nach dem (Fach-)Abitur direkt studieren geht, eine Ausbildung anfangt oder etwas gänzlich anderes plant – für die Einblicke und den Austausch bei dieser spannenden Veranstaltung lohnt es sich in jedem Fall teilzunehmen.

Alles Liebe
Eva, Alexis und Jonas

Rollenspiel am Amtsgericht Saarburg

Am Mittwoch, dem 28. Januar 2026, waren wir, die 9c, im Amtsgericht Saarburg, um dort an einem gerichtlichen Rollenspiel teilzunehmen. Das bedeutet, dass die Verhandlung über eine Straftat von uns Schülerinnen und Schülern selbst gespielt wurde. Dazu wurden die Rollen von Richtern, Verteidigern, Zeugen, dem Angeklagten, Schöffen und der Staatsanwaltschaft schon im Vorfeld besetzt. Alle Mitspielenden erhielten Informationen zu ihrer Rolle, die auch mit in den Saal genommen werden durften, also musste nichts auswendig gelernt werden. Zudem bekamen manche Spieler, abhängig von ihrer Rolle, weitere Informationen zu den Hintergründen des Falls, aber immer unabhängig voneinander, damit es für alle spannend blieb und niemand alles im Voraus wusste.

In dem Rollenspiel ging es darum, dass zwei Bekannte, die nicht gut miteinander auskommen, sich auf einer Party gestritten hatten. Eine Weile nach dem Streit schlug der Angeklagte dem Geschädigten schließlich mit der Faust ins Gesicht, sodass dieser eine Gehirnerschütterung und eine Verletzung über dem Auge erlitt. Sein Argument dafür war, dass es sich um Notwehr gehandelt habe, da er das Opfer mit einer Flasche gesehen und angenommen habe, dieses wolle ihn zuerst angreifen. Am Ende stellte sich heraus, dass die Flasche eigentlich nur entsorgt werden und niemand angegriffen werden sollte. Das mussten Richter und Schöffen sowie Staatsanwaltschaft und Verteidigung jedoch durch kluges Befragen der Zeugen und Abwägen der von diesen geäußerten Beobachtungen erst herausfinden.

Gegen Ende bildeten alle, auch die Zuschauer ohne Rolle, kleine Gruppen, die jeweils ein Plädoyer schreiben und halten mussten. Nach dieser Beratung mussten die Richter und Schöffen das Urteil fällen und laut verkünden. In diesem Fall belief sich die Strafe auf 40 Tagessätze von jeweils 10€, da die Angriffsabsicht des Opfers als nicht plausibel eingestuft wurde.

Im Anschluss durften Fragen an die Angestellten des Amtsgerichts gerichtet werden. Anschließend kamen weitere Mitarbeiter in den Raum und stellten sich und ihre Tätigkeit im Hause vor. So erhielten wir Informationen über den Beruf des Rechtspflegers und auch die Direktorin des Amtsgerichts kam kurz vorbei, um uns zu begrüßen.

Mit dem Rollenspiel haben wir einen guten Einblick in den Ablauf einer Strafverhandlung erhalten und verstehen jetzt die Aufgaben die einzelnen Beteiligten besser.

(Klasse 9c)

Teilnahme des 11 PH an einer Masterclass Teilchenphysik

Am 22.01.2026 durften wir, der Physik LK der 11. Jahrgangsstufe, an der Masterclass Teilchenphysik teilnehmen. Unsere Kurslehrerin Frau Graber hatte diese Veranstaltung über das Projekt „Netzwerk Teilchenwelt“ organisiert.

Im Rahmen der Masterclass Teilchenphysik begaben wir uns auf eine faszinierende Reise in den Mikrokosmos. Unter der fachkundigen Anleitung zweier Doktoranden der Universität Mainz, die mit einer spürbaren Leidenschaft für ihr Fachgebiet begeisterten, erkundeten wir den grundlegenden Aufbau der Materie. Dabei tauchten wir tief in das Standardmodell, gewissermaßen das Periodensystem der Elementarteilchen, ein, um das komplexe Zusammenspiel der fundamentalen Kräfte zu verstehen.

Besonders spannend waren die Einblicke in die gigantischen Dimensionen moderner Forschung: Wir lernten die Funktionsweise von Teilchenbeschleunigern kennen und erfuhren, wie der ATLAS-Detektor am am Large Hadron Collider (LHC), einem Teilchenbeschleuniger am europäischen Kernforschungszentrum CERN, winzigste Spuren im Subatomaren sichtbar macht. Das Highlight war die Arbeit mit echten Messdaten: Wir durften selbst in die Rolle der Forscher schlüpfen, Ergebnisse auswerten und hautnah nachvollziehen, wie neue Teilchen und physikalische Prozesse experimentell nachgewiesen werden. Trotz der komplexen Themen kam der Spaß nicht zu kurz. Die Physiker schafften es, die anspruchsvollen Inhalte mit einer ansteckenden Begeisterung zu vermitteln.

Für eine willkommene Stärkung zwischendurch sorgte eine gemeinsame Pizzarunde, die die Mittagspause in eine entspannte und gesellige Auszeit verwandelte. Am Ende des Tages war das Echo eindeutig: Das durchweg positive Feedback der Teilnehmer unterstrich, wie inspirierend dieser Blick über den Tellerrand der Schulphysik war.

(11 PH)

Ein silbernes Jubiläum: 25. Taizéfahrt unserer Schule

Endlich konnte wieder eine Fahrt zu dem Pilgerort Taizé in Frankreich stattfinden, welche uns die Möglichkeit bot, vier Tage lang Teil einer Gemeinschaft zu sein, die voller Musik, Freude und Hoffnung steckt.

Vom 19. bis 22. Juni 2025 reiste eine Gruppe von 35 Jugendlichen samt Betreuerinnen und Betreuern zum 25. Mal nach Taizé. Das Jahr stand unter dem besonderen Zeichen des silbernen Jubiläums, da die erste Fahrt bereits 1996 an unserer Schule stattfand. Seit dieser Zeit machten sich Schülergruppen gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Dekanat, begleitet von verschiedenen Kolleginnen und Kollegen sowie Pastoralreferenten des Bistums Trier, auf den Weg zu einem Ort in Burgund, an welchem sich gefühlt Himmel und Erde berühren. Einzig die Zeit der Corona-Pandemie brachte eine mehrjährige Unterbrechung der Kontinuität der Fahrten.

Unsere Reise begann an Fronleichnam morgens um 8 Uhr. Nach einer langen Busfahrt erreichten wir gegen Nachmittag das kleine Dorf auf dem Hügel. Sofort fühlten wir uns wohl und hatten alle Sorgen des Alltags bereits vergessen. Dort konnten wir nach einer kurzen Begrüßungsrunde auch schon unsere Baracken bzw. Zelte beziehen, die wie so vieles in Taizé einfach gehalten sind. Außerdem gehört neben beispielsweise den schlichten Holzbaracken auch ein geplanter Tagesablauf zu dem Aufenthalt bei der Communauté von Taizé. Vor dem Frühstück und Mittagessen sowie nach dem Abendessen finden die Gottesdienste statt, die uns persönlich am meisten überrascht haben, da sie sich so sehr von den üblichen in der Kirche unterscheiden. Die zwischenzeitliche Ruhe, das Singen und das gemeinsame Sitzen auf dem Boden statt auf Bänken war für uns etwas ganz Neues, woran man sich auch erstmal gewöhnen musste.

Zwischen den Gebetszeiten gab es Bibeleinführungen, wo wir u.a. Jugendliche aus verschiedenen Ländern wie der Schweiz oder Schweden begegnen durften. Hin und wieder trafen wir uns auch innerhalb unserer eigenen Gruppe, um uns gegenseitig auf spielerische Art besser kennenzulernen. Dabei gab es einige lustige Momente, an die wir uns noch lange erinnern werden.

Am Sonntag standen der letzte Gottesdienstbesuch in der Versöhnungskirche und dann auch schon leider unsere Abreise an. Doch bevor es mit dem Bus wieder nach Hause ging, warteten wir gemeinsam – nahe des idyllischen Örtchens Ameugny – auf den Sonnenaufgang, der für einige von uns eines der Highlights war.

Wir bedanken uns herzlich bei dem Betreuerteam für die ansprechenden Impulse, Gesprächsgruppen und Spiele in Taizé. Die Organisation lag in den Händen von Herrn Couttin und Herrn Pfortner, die beide katholische Religion an unserer Schule unterrichten. Ein besonderer Dank gilt der Schulabteilung des Bistums Trier, der evangelischen Kirche Saarburg sowie Erasmus plus für die finanziellen Zuschüsse zur Fahrt.

Die Fahrt nach Taizé gab uns das Gefühl zu einer Gesellschaft zu gehören, in der jeder so akzeptiert wird, wie er ist, niemand zu etwas gezwungen wird und alle durch den Glauben verbunden sind. Man konnte viel Zeit draußen mit Freunden verbringen und über das eigene Leben reflektieren, weshalb wir jedem eine Reise an diesen Ort nur empfehlen können.

(nach einem Artikel von Nathalie Dechman und Thierry Le Callonnec)

Lust mitzufahren?

Die nächste Fahrt nach Taizé findet vom 04. bis 07. Juni 2026 über Fronleichnam statt. Die Möglichkeit zur Anmeldung sowie weitere Informationen finden sich auf dieser Pinnwand.

Lesenacht mit Geistertreff

Am Donnerstag, den 20. November, traf sich die Klasse 6d um 20 Uhr am Eingang zur Bibliothek unserer Schule. Der Grund für unser Treffen war eine Lesenacht mit unserem Klassenlehrer Herr Wolfram und unserer Deutschlehrerin Frau Dr. Drumm, die wir schon lange geplant hatten. Alle Schülerinnen und Schüler aus unserer Klasse waren sehr aufgeregt und freuten sich, als es endlich losging. Viele waren so bepackt, als würden sie für über eine Woche von zuhause wegfahren.

In die Bibliothek rannten alle Kinder schnell hinein, um sich den besten Schlafplatz zu sichern. Dann hatten wir erstmal Zeit, es uns gemeinsam gemütlich zu machen. Viele spielten, einige lasen und ein paar pumpten noch ihre Luftmatratzen auf. Irgendwann rief Frau Dr. Drumm uns alle zusammen. Sie las uns eine sehr gruselige Geschichte vor, in der es um das Gymnasium Saarburg, die Klasse 6d und den Schulgeist ging. Die meisten Kinder waren dennoch überzeugt, dass es keine Geister gäbe, aber ein paar bekamen dann doch kalte Füße. Nach der Schauergeschichte gingen wir dann alle los zur Nachtwanderung. Kreuz und quer, nur mit unseren Taschenlampen „bewaffnet“, liefen wir durchs Schulgebäude mit einem Ziel: den berühmt-berüchtigten Schulgeist zu treffen.

Und tatsächlich, an manchen Orten schien er Spuren hinterlassen zu haben. Im Heizungskeller sahen wir einen alten Stuhl, der ganz schön geisterhaft wirkte. Auf dem Dachboden herrschte ebenfalls eine sehr gruselige Atmosphäre, doch der Ort, der bewies, dass es den Schulgeist wirklich gab, war die Mensa. Als wir sie im Dunklen betraten, kippten plötzlich alle Stühle um, die am Nachmittag auf die Tische gestellt worden waren! Natürlich stellten wir alle wieder hoch, doch nach diesem Vorfall war wahrscheinlich jedem ein bisschen mulmig zumute.

Schließlich gingen wir wieder zurück in die Bibliothek. Wir hatten noch etwas Zeit für uns, bis wir uns „bettfertig“ machen mussten. Um elf Uhr war Bettruhe. Einige von uns hätten länger aufbleiben können, aber manche waren echt froh, als sie in ihren Schlafsack gekuschelt waren. Nach kurzer Zeit schliefen viele schon tief und fest, doch ein leises Flüstern und Tuscheln war bis nach Mitternacht noch zu hören.

Früh am Morgen klingelte der Wecker und Frau Dr. Drumm und Herr Wolfram waren auch schon wach. Wir packten unsere Sachen zusammen und gingen wieder gruppenweise nach unten in die Waschräume. Dann brachten wir unser Gepäck in den Klassenraum und frühstückten mit unserer NaWi-Lehrerin Frau Jakobs. Wie wir den restlichen Schultag überlebt haben, weiß keiner mehr genau. Dennoch hat uns allen die Lesenacht sehr gut gefallen. Danke nochmals an Frau Dr. Drumm, Herrn Wolfram und Frau Jakobs, dass wir das mit ihnen machen konnten!

Denise Elfert, Elisa Hog, Lea Mees, Ida Zewe für die Klasse 6d

Exkursion zur Landesausstellung zu Marc Aurel des 11 et1

Am 30. September besuchten wir, der Ethik-Grundkurs 1 der Jahrgangsstufe 11 unter der Leitung von Frau Dr. Olk, die Ausstellung über Marc Aurel im Rheinischen Landesmuseum Trier. Im Rahmen einer Führung erhielten wir interessante Einblicke in das Leben und die Herrschaft des römischen Kaisers und Philosophen.

Marc Aurel, der von 121 n. Chr. bis 180 n. Chr. lebte und im Jahr 161 zum Kaiser ernannt wurde, gilt bis heute als guter Herrscher und zugleich als einer der bekanntesten Vertreter einer Philosophie, die sich Stoizismus nennt. Diese Lehre beschäftigt sich mit der Frage, wie der Mensch ein glückliches Leben führen kann – nämlich, indem er sich auf die Dinge konzentriert, die in seiner eigenen Macht liegen, und sein Schicksal hinnimmt. Das Ziel des Stoizismus ist die sogenannte Tranquillitas animi, die „Seelenruhe“. Marc Aurel selbst setzte diese Gedanken in seinem Werk „Selbstbetrachtungen“ um, das ursprünglich als persönliche Reflexion diente. Gleichzeitig geht die Ausstellung der Frage nach, inwiefern diese Haltung auch sein Verständnis von Herrschaft prägte.

Im Museum konnten wir zahlreiche Originalstücke aus der Zeit Marc Aurels betrachten – darunter auch eines aus dem Louvre (siehe Foto). Die Ausstellung ist noch bis zum 23. November zu sehen und ist sehr empfehlenswert für alle, die sich vor allem für Geschichte und Philosophie interessieren. Ein Besuch lohnt sich!

(Astrid Cigale und Diana Pérez, 11 et1)

Erasmus+ Fortbildung in Kroatien: Nachhaltigkeit erleben – Achtsamkeit weitergeben

Im Juli durfte ich an einer Erasmus+-Fortbildung in Split an der Küste Kroatiens teilnehmen. Der Kurs „Building Teacher’s Resilience in a Sustainable World“ bot eine vielseitige Mischung aus interkultureller Bildung, Nachhaltigkeit, Outdoor-Erfahrungen, Achtsamkeit und Meditation. Ziel war es, Lehrkräfte zu stärken, den Blick für ökologische Zusammenhänge zu schärfen und Impulse für einen nachhaltigeren und bewussteren Schulalltag zu geben.

Extreme Hitzeperioden und Waldbrände sind in Kroatien längst keine Seltenheit mehr. Besonders eindrücklich – und mit direkten Auswirkungen auf den Kurs – war jedoch die Schließung des Naherholungsgebiets Marjan-Park: Nur eine Woche zuvor hatte ein Tornado binnen Minuten große Teile des Waldes zerstört. Diese Extremwetterlage verdeutlichte eindrucksvoll die immer häufiger auftretenden, instabilen Wetterbedingungen infolge des Klimawandels – ein bedrückendes, aber zugleich motivierendes Beispiel für die Dringlichkeit nachhaltigen Handelns.

Neben Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen standen auch Resilienz, Achtsamkeit und Meditation im Mittelpunkt des Kurses. Wir übten Atemtechniken, geführte Meditationen und kleine Achtsamkeitsübungen für den Schulalltag – kurze „mentale Pausen“, die Stress reduzieren und die Konzentration fördern können.

In Kroatien gehört dazu auch eine besondere Lebenshaltung: „Pomalo“ – sinngemäß „immer mit der Ruhe“. Es ist mehr als nur ein Wort, es ist eine Einladung, das Leben gelassen, ohne Hektik und mit Freude an kleinen Momenten zu gestalten.

Diese Impulse möchte ich im neuen Schuljahr im Rahmen einer „AG Achtsamkeit“ an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 weitergeben. Gemeinsam wollen wir lernen, wie man mit Herausforderungen gelassener umgeht, bewusster lebt und die eigene Resilienz stärkt – immer mit einem Blick auf das große Ganze: unsere Umwelt, unsere Gemeinschaft und uns selbst.

Wer Interesse an der AG hat oder mehr erfahren möchte, schreibt mir gerne eine E-Mail.

(bl)

Mein Praktikum bei der Firma Trumpf

Ich hatte im Mai die große Chance, ein Praktikum für eine Woche bei der Firma Trumpf zu machen, welche u.a. Laser für die Mikrochipproduktion herstellt. Ihr Hauptsitz ist in den Niederlanden, aber in Ditzingen (nordwestlich von Stuttgart) ist ebenfalls ein Sitz und dort war mein Praktikum. Dabei hab ich den Arbeitsalltag eines Mitarbeiters mitbekommen und unter seiner Beaufsichtigung ein eigenes Projekt bekommen, welches ich dieses im Laufe der Woche fertigstellen konnte (siehe Foto). Wegen Firmengeheimnissen durfte ich leider nur Fotos von meinem Projekt machen.

Wenn eine Firma bei einem kleinen oder großen Gerät sagt, dass dieses zwei Jahre oder 10.000 Durchgänge (Zyklen) hält, müssen sie dies auch beweisen. Dafür habe ich etwas (natürlich mit Anleitung und Hilfe) für eine Druckpumpe gebaut, die aber auch anderswo einsetzbar ist. Es kann das Gerät steuern, zählt die Zyklen mit und hält beim gewünschten Zyklus an. Dabei habe ich angefangen mit der Bearbeitung der Metallplatte und weiter ging es mit dem Festschrauben und Verkabeln aller Bauteile.

Gegen Ende habe ich noch die Siemens Logo, eine kleine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) der Siemens AG, (der kleine graue Kasten auf dem Bild) programmiert, so dass es funktioniert. Abgesehen vom Projekt hab ich mir natürlich auch die riesige Firma angeschaut und gelernt, wie alles dort abläuft.

Abschließend möchte ich mich noch bei meiner Schule und der Firma Trumpf bedanken, dass sie mir dieses Praktikum möglich gemacht haben. Es war eine wirklich lehrreiche Erfahrung, die mir definitiv in der Berufswahl weiterhelfen wird.

Markus Pütz, ehem. 10a

Achtung Auto!

Zwischen dem 28. und 30. April 2025 nahmen die fünften Klassen am Schulprogramm „Achtung Auto“ teil. Es fand auf einem abgesperrten Parkplatz bei der Agility Halle Saarburg statt und wurde von Herrn Lung vom ADAC geleitet. Ziel war es, uns zu zeigen, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält.

Zuerst stellte sich Herr Lung vor, dann machten wir drei Übungen. In der ersten ging es um den Bremsweg. Wir sprinteten los und durften erst nach der Ziellinie bremsen. Der längste Weg war vier Meter.

Die zweite Übung zeigte den Anhalteweg. Herr Lung hielt eine gelbe Fahne wie bei einer Ampel. Wenn er sie schwang, sollten wir anhalten. Der längste Weg war nun neun Meter.

Bei der dritten Aufgabe sollten wir die Reaktionszeit verstehen. Ein Kind sollte die Fahne fangen, wenn Herr Lung bis drei gezählt hatte – doch bei „drei“ fragte er plötzlich etwas anderes und das Kind ließ die Fahne fallen, weil es abgelenkt war und somit nicht schnell genug reagiert hatte. So lernten wir: Reaktionsweg + Bremsweg = Anhalteweg, also z. B. 5 + 4 = 9.

Danach zeigte Herr Lung noch, wie gefährlich Kopfhörer oder Handys im Straßenverkehr sind. Ein Mädchen hörte Musik und merkte nicht, dass ein Auto hupte und bremste. Später sollte sie eine Nachricht schreiben, während andere Kinder Kegel warfen oder auf den Kopf setzten – auch da bekam sie nichts mit.

Zum Schluss durften wir noch eine echte Vollbremsung im Auto erleben. Danach verabschiedeten wir uns. Wir haben viel gelernt – und wichtige Begriffe kennengelernt!

Rafal Gralczyk, 5b

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