Erfahrungsberichte vom Girls‘ Day 2022

Der Girls‘ Day bietet Schülerinnen die Gelegenheit, Berufe die meist von Männern ausgeübt werden kennenzulernen und somit eine Vorstellung für ihr späteres Berufsleben zu erhalten. Wie drei unserer Schülerinnen diesen Tag in diesem Jahr erlebt haben, zeigen die beiden folgenden Erfahrungsberichte.

Lea Ludwig und Catharina Bolling, 8b

Am 28.04.2022 besuchten wir die Hochschule Trier, Campus Schneidershof, um den Beruf des Technikers und Maschinenbauers näher kennenzulernen. Zu Beginn stellte uns Herr Hoffmann die Hochschule mit einem Video vor. Er gab uns viele Informationen über die verschiedenen Fachbereiche der Technik und über die zahlreichen Studiengänge. Danach führte er uns in sein Labor der Digitalen Produktentwicklung und Fertigung (LDPF), das sowohl über 3D-Drucktechnologien als auch Möglichkeiten zum Einsatz virtueller Simulationsmodelle verfügt. Dazu ist es auch mit Computern und virtuellen Brillen ausgestattet.

Herr Hoffmann stellte uns die mit seinen Schülerinnen und Schülern entwickelten Projekte vor, wie zum Beispiel eine an den Menschen angepasste Computermaus oder eine Handprothese. Wir entwickelten einen Nussknacker mithilfe einer professionellen CAD/CAM-Software. Der Nussknacker hat die Form eines Sterns, in den später mithilfe einer Wasserstrahlschneidanlage unsere Initialen eingraviert wurden. Danach bekamen wir Besuch von Frau Kreid, einer Masterstudierenden. Sie berichtete über ihren Lebenslauf und schilderte, wie es als Frau ist, an der Hochschule Trier diesen Beruf zu studieren. Wir durften ihr außerdem alle unsere Fragen stellen.

Im Anschluss wurden wir durch die große Maschinenhalle geführt. Dabei erhielten wir sehr viele Informationen über Maschinenbau und Fahrzeugtechnik. Herr Schmidt erklärte uns, dass System der Wasserstrahlschneidanlage und wir sahen dort, wie unsere Sterne hergestellt wurden. Zum Schluss schliffen wir unseren Nussknacker zurecht.

Wir konnten an diesem Tag sehr viele Erfahrungen sammeln und wissen nun einiges über den Beruf des Technikers. Uns hat es sehr gut gefallen und wir empfehlen jeder Schülerin an diesem Workshop teilzunehmen.

Alicia Fendoglu, 8a

Ich habe den Tag mit meinem Vater verbracht, in einer luxemburgischen Firma („Creos“), welche für die Verwaltung und den Betrieb der Strom- und Gas-Netze zuständig ist. Für diese Firma habe ich mich entschieden, weil mein Vater mir aufgrund seiner Erfahrungen erzählt hat, dass Frauen in der IT- und Energiebranche stark unterbesetzt sind.

Ich habe heute tatsächlich viel erlebt. Einen Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten, hat mir geholfen, einiges besser zu verstehen. Ich durfte bei einem Meeting dabei sein, habe verschiedene Leute mit unterschiedlichen Berufen kennengelernt und sie in ihrem alltäglichen Arbeitsleben beobachten können.

Während des Meetings habe ich die Menschen ein bisschen analysieren können und mir die wichtigsten Sachen gemerkt:

  1. Bereite dich auf die Besprechung vor, sodass du deine Ideen sicher und vollständig vorstellen kannst.
  2. Wenn du etwas zu sagen hast, stehe vom Stuhl auf oder sprich kurz etwas lauter um die Aufmerksamkeit der Zuhörenden zu erhalten.
  3. Nimm Kritik und andere Vorschläge nicht als Angriff oder als Unterschätzung deiner Fähigkeiten oder Ideen, sondern als Ergänzung und Unterstützung wahr.
  4. Als Zuhörerin oder Zuhörer sollte man Respekt zeigen und aufmerksam sein und entweder den Referenten oder seine Power-Point-Präsentation bzw. die Tafel anschauen.
  5. Versuche nicht zu angespannt, aber auch nicht zu bequem zu wirken und stelle eine lockere Verbindung mit deinen Kollegen auf, wenn du diese nicht sowieso schon hast, wobei Witze auch kein Problem sind.

Jedoch muss man auch dazu sagen, dass ich in einem Raum mit sechs männlichen Mitarbeitern war. Ich habe mich nicht unwohl gefühlt, aber es zeigt doch, wie wenig Frauen in diesem Bereich mitarbeiten.

Ich habe am Girls‘ Day viele Menschen kennengelernt und durfte ihnen meine Fragen stellen. Ich sprach mit vier Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeitern unter anderem aus dem Kundenservice, der Projekt- und Personalabteilung über die verschiedenen Arbeitsbereiche bei Creos. Dabei hat mich interessiert, was die Menschen an ihrer Arbeit am meisten mögen bzw. was sie eher nicht so toll finden. Einige mögen die Vielfältigkeit der Menschen und somit auch die ihres Berufes. Bei der Frage, was eher unbeliebt ist, wurden die komplexe Organisation und die Abhängigkeit von anderen genannt, da man bei Creos oftmals in (größeren) Gruppen arbeitet.

Außerdem habe ich mit den Frauen über die Situation der Unterbesetzung geredet und gefragt, ob sie sich unwohl fühlen oder ob sie vernachlässigt werden. Die vier Frauen, mit denen ich gesprochen habe, strahlen alle eine starke Persönlichkeit aus und wirken sehr unabhängig. Sie alle haben gesagt, dass sie kein Problem damit haben, mit so vielen Männern zu arbeiten, jedoch sind ihnen natürlich doch ein paar Unterschiede aufgefallen.

Ich habe aus diesem Tag gelernt und nehme mit, dass man sich als Frau nicht einschränken lassen sollte, egal, ob andere Menschen versuchen, dich in irgendeiner Art und Weise kleiner zu machen oder dich nicht akzeptieren, weil du eine Frau bist. Stattdessen sollte man darüber stehen und so viel lernen, bis man genau so viel oder sogar mehr kann. Man sollte mehr machen als die Menschen von einem erwarten, sie überzeugen, dass eine Frau genauso gut sein kann wie ein Mann und sich niemals unterkriegen lassen! Man sollte sich sicher sein, in dem, was man macht, und wenn man es liebt, sollte man es sich von niemandem wegnehmen lassen – und erst recht nicht, weil man eine Frau ist.

Ich danke meiner Schule und der Firma Creos S.A. für diesen Tag, der mir bei der Erweiterung meines Horizonts sehr geholfen hat.

Die Zukunft in die Hand nehmen

„Es war halt echt sehr gut, ganz ehrlich.“ Das ist eine der vielen positiven Resonanzen aus der Schülerschaft auf den Tag der Berufs- und Studienorientierung, der bereits vor den Osterferien an unserer Schule stattfand. Obgleich manche Schülerinnen und Schüler nicht an einer Veranstaltung zu ihrem Traumberuf teilnehmen konnten, so war der Konsens am Ende eines anstrengenden, aber spannenden Tages, dass jeder etwas Wertvolles mitnehmen konnte.

Am Anfang dieser Veranstaltung, die jährlich für die Stufe 11 stattfindet, stand die Wahl der Workshops aus elf verschiedenen Themenfeldern, von Maschinenbau und Elektrotechnik über Hotelmanagement, die IHK sowie die Polizei bis hin zur Präsentation der Möglichkeiten am Deutsch-Französischen Hochschulinstitut oder jenen in der Stadtverwaltung Trier. Auch der Chefreporter des Trierischen Volksfreund Herr Wientjes bot einen Workshop zum Thema Journalismus an.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Schreiner und dem Koordinator der Veranstaltung Herrn Pfortner strömten die Schülerinnen und Schüler in ihre ersten Workshops. In jeder der fünf individuell gewählten einstündigen Veranstaltungen gaben Expertinnen und Experten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick des jeweils thematisierten Studienbereiches oder der Einzelberufe. Jeder Workshop wurde dabei individuell auf den zu vermittelnden Inhalt angepasst, mit mal mehr, mal weniger Praxiselementen. So lag der Fokus im Workshop der Debeka beispielsweise neben der Vorstellung der Möglichkeiten im Versicherungswesen auch auf der Bereitstellung praktischer Tipps zum Thema Bewerbung.

Zum Abschluss der Veranstaltung fanden sich alle Beteiligten nochmals zum Plenum in der Aula ein. Dort wurde ein Feedback der Schülerschaft eingeholt und auch die Referentinnen und Referenten kamen zu Wort. Neben der Schülerschaft empfanden auch sie den Tag als sehr zielführend, als „Gewinn, da die Schülerinnen und Schüler sehr gut mitgemacht haben“ (Herr Raul, Volksbank). Nach einer Danksagung durch das mitorganisierende Schülerteam schloss Herr Pfortner den Tag mit den Worten, dass dieser hoffentlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu ermutigt hat, „sich nun verantwortlich für die eigene Zukunft zu zeigen“.

Karl Rinneberg, MSS 11

Neunte Klassen zu Besuch bei der Handwerkskammer in Trier

Unser Programm zur Berufs- und Studienorientierung sieht im 9. Jahrgang eine Pflichtveranstaltung in Form eines Besuchs der Handwerkskammer vor. Dass hierbei wertvolle Erfahrungen hinsichtlich der Berufswahl gemacht werden können, zeigt sich deutlich in den folgenden Berichten des diesjährigen Besuchs:


Neues Format der Berufs-und Studienorientierung

Am 18. Februar 2022 fand zum ersten Mal für unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10-13 ein Info-Forum zu verschiedenen Studiengängen statt. Das Besondere daran: Die Vortragenden haben ihr Abitur am Gymnasium Saarburg abgelegt.

 

Mit viel Engagement und Herzblut informierten unsere Ehemaligen die Interessierten zu verschiedenen Studiengängen:

  • Architektur,
  • Bauingenieurswissenschaften,
  • Betriebs- und Volkswirtschaftslehre,
  • Mathematik,
  • Maschinenbau,
  • Sinologie und Sportwissenschaften

sowie zu unterschiedlichen Studiengängen am Deutsch-Französischen Hochschulinstitut für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken (DFHI), dem Berufsfeld der Entwicklungszusammenarbeit und dem Freiwilligen Sozialen Jahr beim Paritätischen Landesverband.

Im naturwissenschaftlichen Vortrag wurden die Themen mit Experimenten anschaulich dargestellt. Darüber hinaus konnte unsere Schülerschaft bei den Info-Foren mitarbeiten, zusätzliche Fragen stellen oder sich verschiedene Info-Broschüren zu unterschiedlichen Studiengängen ansehen.

Bei einigen Foren blieb am Ende noch etwas Zeit für einen persönlichen Austausch. Nicht zuletzt die Tatsache, dass die Referentinnen und Referenten als Ehemalige sich an ihre eigene Schulzeit an unserer Schule zurückerinnern und aus dem Nähkästchen plaudern konnten, sorgte für eine lockere und entspannte Atmosphäre. In der Feedbackrunde im Anschluss an die Foren waren sich alle einig, dass das neue Info-Forum ein für alle Teilnehmenden bereicherndes Format. Außerdem signalisierten die Referentinnen und Referenten, dass sie gerne bereit sind gemeinsam mit unserer Schule ein Alumni-Netzwerk zu gründen.

Stimmen unserer Schülerinnen und Schüler

Das Info-Forum der Studentinnen der DFHI hat mir wirklich gut gefallen. Die beiden Referentinnen waren sehr freundlich und vor allem fand ich es schön, dass uns nicht nur Fakten genannt wurden (also was man in welchem Studiengang so macht), sondern dass man uns auch einige Dinge aus der Freizeit oder Erfahrungen im Zusammenhang mit anderen Studenten erzählt hat.

Jakob Valentin 11B1

Die beiden Professoren der FH Trier konnten uns die Inhalte des Studiengangs Maschinenbau durch viele Beispiele auf eine interessante Weise nahebringen und sind auch vor Selbstversuchen nicht zurückgeschreckt. Außerdem hatte ich persönlich das Gefühl, dass sie uns ehrlich beraten haben, denn sie haben uns auch gesagt, wann man die Studiengänge nicht machen sollte. Es war also nicht nur reine Werbung. Gegen Ende der Veranstaltung waren wir alle sehr gut informiert. Jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass die Professoren uns noch gerne mehr erzählt hätten und wir hätten auch noch gerne mehr gehört.

Lara Altenhofen 11PH1

Den Workshop „International Business“ fand ich sehr interessant, gut strukturiert und vor allem zeigte er neue Perspektiven auf und gab hilfreiche Impulse. Alles in allem also eine sehr gute Sache.

Karl Rinneberg 11CH1

Bewerbungstraining für die MSS 12

Am Montag und Dienstag, den 14. und 15. Februar 2022 stellten zwei Angestellte der Debeka aus Saarburg, einem Unternehmen aus der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche, der MSS 12 den Ablauf einer Bewerbung vor. Organisiert wurde die Veranstaltung von Herrn Pfortner, dem Koordinator der Berufs- und Studienorientierung an unserer Schule.

Das Bewerbungstraining begann mit allgemeinen Informationen zur Firma selbst und darüber hinaus detaillierter zu dem Beruf als Versicherungskaufmann/-frau. Unterschieden wurde zwischen der Ausbildung oder einem Studium, wobei spezieller der Kaufmann für Finanzen bei einer Ausbildung und das sogenannte Debeka-Bachelor für ein Studium genannt und genauer erklärt wurden.

Daran anschließend wurde das Thema der Bewerbung angesprochen. Wie schreibt man überhaupt eine Bewerbung? Wann sollte man beginnen sich zu bewerben? Oder: Wo finde ich passende Stellenangebote, um mich dort zu bewerben? Es wurden uns verschiedene Websites gezeigt, auf denen viele Firmen ihre Stellenausschreibungen bekanntmachen. Zudem erfuhren wir, wie Firmen, hier im konkreten Beispiel die Debeka, ihre Bewerber aus den eingegangenen Bewerbungsunterlagen filtern. So war ein Ausschlusskriterium beispielsweise gerade im Finanzwesen eine mittelmäßige bis schlechte Note im Fach Mathematik.

Außerdem bekamen wir verschiedene Arten von Bewerbungen erklärt und erhielten zahlreiche Tipps, auf was man bei den Bewerbungsunterlagen oder bei einem Bewerbungsgespräch achten sollte. So gibt es zum Bespiel Mustervorlagen für ein Bewerbungsschreiben, die eingehalten werden sollten und auch bei der Kleidung für das Bewerbungsfoto gibt es verschiedene Dinge, auf die man achten kann.

Zum Schluss der Veranstaltung wurde dann auf den praktischen Teil eingegangen. Zum einen übten wir ein Bewerbungsgespräch, indem ein Mitarbeiter der Debeka uns die Fragen gestellt hat, die auch typischerweise bei einem normalen Bewerbungsgespräch gefragt werden. Daraufhin erhielten wir ein Feedback sowie Verbesserungsvorschläge zu möglichen Antworten. Zum anderen wurden uns verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt, die dem Test eines Assessment Centers ähnlich sind. Wir hatten 20 Minuten Zeit, um so viele Aufgaben wie möglich zu bearbeiten und anschließend wurden die Aufgaben gemeinsam besprochen. Es war interessant zu sehen, welche Fragen in solchen Tests gestellt werden und welche Antworten gefordert sind. Zum Abschluss der Veranstaltung bot die Debeka uns die Möglichkeit Feedback zu geben.

(Franziska Scholer, MSS 12)

Das BIZ zu Besuch bei uns

Da ein Besuch des BIZ (Berufsinformationszentrum) wie schon im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich war, kam in der vergangenen Woche das BIZ zu uns. Unsere Schülerin Eva Witt aus der Klasse 9a schildert hierzu eindrucksvoll ihre Gedanken.

Wir Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen unserer Schule können sehen, wie unser Leben sich nun seit eineinhalb Jahren mehr oder weniger verändert hat, sei es durch Corona oder weil wir älter werden und sich die Dinge mit der Zeit ändern. Unsere Träume, unsere Ziele, unsere Wünsche – Dinge, von denen wir dachten, dass wir sie immer und für immer genauso möchten, ändern sich – oder sie bleiben. Das alles liegt ganz in unserer Hand: Was wir möchten, was uns wichtig ist und wofür wir kämpfen – wofür es sich lohnt, zu kämpfen.

Unter der Anleitung von Dr. Armin Gumny, Berufs- und Studienberater des BIZ, und unserem Koordinator für Berufs- und Studienorientierung Herrn Pfortner eröffnete sich dem ein oder der anderen in der vergangenen Woche womöglich eine neue Sichtweise durch den Einblick in das breite Band der Berufswelt – oder aber wurde unser Wille und unsere Sichtweise gestärkt. In jedem Fall bot die Veranstaltung, in der wir in unseren jeweiligen Klassengemeinschaften verschiedene Fragen bezüglich Berufen und Studiengängen stellen konnten, aber auch beantworten mussten, eine gute Gelegenheit, nicht nur über Berufe im Allgemeinen, sondern auch vor allem über uns selbst mehr herauszufinden.

Die Veranstaltung startete mit einer „Zeitreise“ in Form einer Präsentation, in der wir über verschiedene Möglichkeiten unserer Zukunft informiert wurden. Hier stellte sich bereits die erste Frage: Was möchte ich wirklich? Wir sagen, das Leben ist kurz, aber es ist das Längste, das wir haben.

Und trotzdem haben wir nur eines und wir sollten es nutzen – die Chancen, die uns gegeben werden, die Chancen, die wir uns selbst erkämpfen, die Chancen, die wir nicht erhalten, weil es nicht so kommen soll. Aber um den Kampf durch das Leben anzutreten, müssen wir erst einmal wissen, wofür wir kämpfen, welchen Weg wir gehen wollen. Die Entscheidung liegt bei uns. Nun geht es jedoch erst einmal darum, welchen Schulabschluss wir ablegen, ob wir eine Ausbildung oder ein Studium antreten möchten, davor ein Freiwilliges Soziales beziehungsweise Ökologisches Jahr oder einen Dienst bei der Bundeswehr ablegen oder ob wir erst einmal durch die Welt und verschiedene Kulturen reisen wollen, um kennenzulernen, in welcher Welt wir leben und zu überlegen, in welcher Welt wir leben wollen. Wir können unsere Ziele erreichen, wenn wir denn wissen, welche diese sind.

Im zu Beginn durchgeführten Stimmungsbild, bei dem jeder für sich entscheiden konnte, ob wir uns in der Berufsform, die sich hinter den Bildern verbarg, wohlfühlen würden, erfuhren wir nicht nur mehr über unsere eigenen Interessen, sondern konnten wir auch die Interessen anderer kennenlernen. Wir haben unsere eigenen wie auch die Stärken und Schwächen anderer mithilfe mehrerer Formulare einschätzen und mittels Übungen in Kontakt zu anderen treten können.

Vor allem war es auch lohnenswert, einen Blick auf Internetseiten wie beispielsweise die Seiten der Bundesagentur für Arbeit (https://www.arbeitsagentur.de/) oder planet-beruf.de wie auch auf Seiten der ausgehändigten Broschüren zu werfen, die uns weitere Informationen über Berufe und Studiengänge sowie Ausbildungen zur Verfügung stellten.

Es waren lohnende vier Stunden für uns Neuntklässler, die uns halfen, sich etwas mehr in der Berufswelt zurechtzufinden, sich zu orientieren und unseren Träumen ein Stück näher rücken zu können. Schließlich sind wir erst am Anfang eines langen Weges und wir lernen immer wieder dazu. Wir machen Fehler, aber wenn wir etwas wirklich möchten, dann sind unsere Fehler manchmal unsere größten Erfolge, denn sie bringen uns manchmal dahin, wo wir hingehören. Wir müssen nur zuerst herausfinden, wo genau das ist.

Eva Witt, 9a

BIZ mal etwas anders

Dienstag, der 25. August 2020. In der Corona-Zeit muss man viele Dinge anders gestalten, so auch den Besuch des BIZ (Berufsinformationszentrum) in Trier. Dieser gibt den Neuntklässlern einen ersten Einblick in die weite Berufswelt, bei dem wirklich für jeden etwas dabei ist. Jeder Job erfordert eben andere Fähigkeiten, Stärken und Interessen. Aber dazu kommen wir später.

Statt einer angenehmen Busfahrt nach Trier erwartet uns Schülerinnen und Schüler der Klasse 9f ein Kampf gegen die Treppen des Nawi-Trakts bis zum Mehrzweckraum, wo Herr Dr. Gumny vom BIZ und Frau Brink sie bereits erwarten. Jeder von uns setzt sich an einen Tisch, es wird sich begrüßt und der BIZ-Tag beginnt auch schon. Vorne auf der Theaterbühne wird eine Präsentation auf der Leinwand gezeigt.

Wir werden auf eine kleine Zeitreise mitgenommen, die uns Möglichkeiten für unsere Zukunft offenbart. Die verschiedenen Schulabschlüsse bis zum Abitur werden kurz durchgegangen, doch was kommt dann nach der Schule?

Das entscheidet jeder für sich. Ob man eine Ausbildung machen möchte, ein Studium/Dualstudium, erstmal eine Pause einlegt und ins Ausland reist, z.B als Au-Pair oder einfach, um andere Länder kennenzulernen. Die ganze Welt steht einem offen, gerade in unserer Zeit. Wir können alles erreichen, solange wir wollen und uns auch dafür anstrengen.

Doch für diejenigen, die nicht wissen wo ihre Stärken liegen oder was sie machen wollen, ist es schwer, sich zu orientieren. Dafür wird uns ein Einschätzungsbogen mit Charaktereigenschaften ausgeteilt, den wir ausfüllen sollen. Danach können wir den Bogen an zwei Mitschüler:innen weitergeben, die uns einschätzen sollen. Es werden Übereinstimmungen, aber auch Unterschiede gefunden.
Die ersten zwei Schulstunden von insgesamt vier, die in dieses Programm einfließen, sind somit vorüber.

Nach der großen Pause geht es weiter mit den Berufen, dem bereits oben genannten Thema.
Herr Pfortner, zuständig für die Berufs- und Studienorientierung an unserer Schule, schaut im Mehrzweckraum vorbei und stellt uns Webseiten vor, auf denen wir mehr über Berufe erfahren können. Die restliche Zeit über sehen sich alle verschiedenste Jobs an, zu denen es auch kurze Informationsfilme gibt. Ein Erkundungsbogen wird ausgeteilt, in dem wir unsere Interessen und eine kleine Orientierung dazu notieren können. Nachher tragen manche Schüler:innen vor, was sie sich aufgeschrieben haben, und da gibt es doch schon manch langen und begeisterten Vortrag über einen Beruf, der einem gefällt.

Zum Ende des Programms dürfen wir uns Prospekte mitnehmen, die vorne auf der Bühne liegen. Dann verlassen wir den Raum wie nach einer normalen Unterrichtsstunde. Doch jeder hat sich etwas mitgenommen, seien es auch nur die Worte, die wir gehört haben. Ich persönlich denke, dass jede Schülerin und jeder Schüler seine ungefähre Richtung gefunden hat, in die er oder sie gehen möchte.

Anja Liu, 9f

Rückblick: Infoforum der Berufsorientierung am 09.10.2020

Im Zuge der Berufs- und Studienorientierung konnte die MSS 13 am 09.10.20 einen informativen Einblick in die Stipendienvergabe für Universitäten und in die Selbstständigkeit erlangen. Hierzu wurde die Veranstaltung in zwei verschiedene Etappen gegliedert, die entweder virtuell oder ganz greifbar von entsprechenden Experten geleitet wurden.

So unterrichteten uns zwei Studenten der Universität Trier über die Stipendienvergabe und staatliche Bildungskredite, die – im Gegensatz zu den Stipendien – zurückzuzahlen sind. Die Trägerschaft von Stipendien selbst ist unterschiedlich, von rein staatlichen Stipendien über Studienbeihilfen von geistlichen und parteilichen Stiftungen bis hin zur Studienunterstützung durch Unternehmen gibt es insgesamt über 2.500 Möglichkeiten für (angehende) Studierende. Näheres und auch eine praktische, auf den Einzelnen zugeschnittene Orientierungshilfe wird unter https://www.stipendienlotse.de/ bereitgestellt. Zusätzlich mag auch ein Auslandssemester für unsere weltoffene Schülerschaft interessant sein, gerade im europäischen Raum bietet sich hier das Erasmus-Projekt an (https://www.erasmusplus.de/).

Neben der finanziellen Unterstützung sollen Stipendien auch einen ideellen Beitrag zum Studentenleben leisten, den ambitionierten Empfängerinnen und Empfängern stehen also zusätzlich Kurse und Veranstaltungen zur Verfügung, die eigenen Interessen zu fördern oder auszubauen. Ohnehin ist Interesse auch beim Erwerb des Stipendiums das entscheidende Schlagwort: Es sind nicht nur die Abschlussnote und intellektuelle Fähigkeiten, die über die eigenen Chancen entscheiden, sondern vor allem auch das soziale Engagement, die Kommunikationsfähigkeit und die Begeisterungsfähigkeit für neue Dinge.

„Neu“ im eigenen Blickfeld war für einen Großteil der MSS 13 sicher auch die Option der beruflichen Selbstständigkeit, die zunächst erst einmal verängstigen mag. Moritz Leg, ehemaliger Schüler und Schülersprecher unserer Schule und nun selbständig im Bereich der Fotografie- und Filmtechnik, wollte vor allem die mentale Bereitschaft zu diesem Schritt in der Zuhörerschaft wecken. Sein Vortrag informierte weniger über den formalen Weg zur Selbstständigkeit, sondern wollte zu diesem gedanklichen Sprung ermutigen. Daher erzählte er uns, wie er den entsprechenden Mut fasste, klärte aber auch darüber auf, welche Besonderheiten dieses Tätigkeitsfeld bietet und welche Fähigkeiten bspw. zur Selbstorganisation eigentlich erforderlich sind.

Dank der Veranstaltung können die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten nun ihre Zukunftsplanung noch genauer ausgestalten und die anstehenden Herausforderungen und Aufgaben präziser anvisieren.

Die MSS 13 bedankt sich bei der Universität Trier, Moritz Leg und dem Organisationsteam der bereichernden Veranstaltung zur Berufs- und Studienorientierung.

(Noah Britten, MSS 13)

Berufsorientierung: Onlineangebote regionaler Hochschulen

Als Schule möchten wir stets die persönliche Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler – auch mit Perspektive auf eine fundierte Berufs- und Studienorientierung – begleiten.

Für Terminvereinbarungen mit dem für unsere Schule zuständigen Berufsberater Herrn Dr. Gumny steht Herr Pfortner zur Verfügung.

Universitäten und Betriebe können aktuell keinen „Tag der offenen Tür“ oder Betriebserkundungen anbieten, entwickeln dafür aber gute Onlineangebote, um dennoch Studien- und Ausbildungsangebote zu publizieren. Folgende Informationen sind uns bekannt:

Außerdem empfehlenswert: Die Webseite der Bundesagentur für Arbeit für allgemeine Informationen sowie https://planet-beruf.de zur Erkundung von Berufsfeldern mit Informationen zur Bewerbung, Berufen u.v.m.

Tag der Berufs- und Studienorientierung – Interview 02

Workshop 2: BWL international

Heulwen Morgan: Warum haben Sie sich gerade das Gymnasium Saarburg ausgesucht?

Lisa Davidson: Wie auch im vorigen Jahr wurden wir vom Gymnasium Saarburg zum Tag der Studien-und Berufsorientierung eingeladen. Die Resonanz auf unseren Workshop war gut, die Schülerinnen und Schüler waren auch in diesem Jahr sehr interessiert. Wir kommen immer wieder gerne an das Gymnasium Saarburg.

HM: Wie wichtig ist für Sie das AbiBac?

LM: Für den Studiengang, den wir anbieten, ist es nicht unbedingt wichtig, da es sich eher um einen Englisch-Deutschen Studiengang handelt, aber ich finde es sehr gut, weil es international ist und man dadurch seine Chancen auf einen Arbeitsplatz in Frankreich verbessert.

HM: Können Sie kurz eines der praktischen Beispiele, die Sie im Workshop dargestellt haben, vorstellen?

LM: Es gibt nicht den einen BWL-Beruf, man kann beispielsweise im Bereich Consulting arbeiten, also als Berater, aber auch im Bereich Medien, Druck oder Verlag. Man kann aber auch promovieren, an der Uni arbeiten oder auch seine eigene Firma gründen. Es gibt einfach sehr viele verschiedene Bereiche.

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