Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2017


Saarburger Schülerinnen der Mittelstufe waren wieder einmal erfolgreich beim Einzelwettbewerb des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen.

In diesem Jahr haben sich leider nur sehr wenige Interessenten für die Teilnahme an dem bundesweit ausgerichteten und sehr attraktiven Wettbewerb teilgenommen: ganze neun Schüler nahmen an der Leistungsmessung teil, in der es um Hörverstehen, Lesekompetenz, freies Sprechen und kreatives Schreiben geht. Die Schüler mussten sich im Vorfeld privat auf ein Rahmenthema vorbereiten. In diesem Jahr war es im Fach Französisch das Thema Kino und im Fach Englisch das Thema Irland. Sie nahmen selbständig ihren mündlichen Beitrag auf und verbrachten einen Vormittag mit der schriftlichen Prüfung, die in der Schule abgenommen wurde.

Der Erfolg war recht groß: drei Kandidatinnen erzielten so gute Ergebnisse, dass sie Preise gewannen und daher Ende Mai zu einer regionalen Feierstunde in den wunderschönen vollbesetzten Festsaal der ADD im Kurfürstlichen Palais in Trier eingeladen wurden.

Der Rahmen war sehr festlich: ein exzellentes Schülerensemble aus dem St.Joseph-Gymnasium in Biesdorf umrahmte die Veranstaltung musikalisch, von Frau Professorin Andrea Sand wurde ein anregender Festvortrag zum Sinn des Fremdsprachenlernens gehalten und natürlich gab es viele Grußworte von Unterstützern des Wettbewerbs. Ein Höhepunkt war die Vorführung von zwei Wettbewerbsbeiträgen des ebenfalls ausgerichteten Gruppenwettbewerbs, die das Können und die Kreativität der von zwei Preisträgerteams erstellten Beiträge in Französisch und Englisch unter Beweis stellten.

Jede der drei Saarburger Gewinnerinnen konnte eine Urkunde sowie einen Buch- und Geldpreis mit nach Hause nehmen. Die Gewinnerinnen in diesem Jahr sind

  • Lea Schneider, 9e – 3. Preis in Französisch
  • Johanna Wagner, 9f – 3. Preis in Französisch
  • Lucia Nonn, 8d – 2. Preis in Englisch.

Die Fremdsprachenlehrer des Gymnasiums freuen sich über die Ergebnisse, danken allen Teilnehmern für ihren Einsatz und gratulieren natürlich den drei Siegerinnen zu ihrem Erfolg. Wir hoffen, dass sich im kommenden Schuljahr noch mehr Schüler für den Einzelwettbewerb interessieren oder aber gemeinsam mit anderen im Gruppenwettbewerb kreative sprachliche Produkte wie Filme und Theaterstücke erstellen. Zur Unterstützung und Orientierungshilfe soll daher im ersten Halbjahr des kommenden Schuljahres eine Arbeitsgemeinschaft speziell für die Wettbewerbsvorbereitung eingerichtet werden. Informationen dazu und zum Wettbewerb überhaupt gibt es rechtzeitig zum neuen Schuljahr.

Schüleraustausch des Gymnasiums Saarburg mit dem Lycée Monge

Vom 09.01.2017 bis zum 11.01.2017 fand ein Schüleraustausch mit dem Lycée Monge in Charleville-Mézières statt. Die Franzosen besuchten die deutschen Schülerinnen und Schüler in Saarburg und kamen dort bei liebevollen Gastfamilien unter.

Nach ihrer Ankunft am Montagmorgen gegen 11 Uhr konnten die Schüler untereinander die ersten Kontakte knüpfen und sich durch ausgiebige Gespräche besser kennenlernen, bevor das geplante Programm begann.
Das Thema der Projektreihe setzte sich aus der Erarbeitung verschiedener Unterthemen des Römerschiffes in bilingualen Kleingruppen zusammen. Eine weitere Gruppe, bestehend aus vier Personen, sowohl deutsche als auch französische Schüler, kümmerte sich um die Dokumentation des Projektes in Form von Bildern und in Form eines Filmes, sodass das Projekt im März am Tag der offenen Tür an der französischen Schule von allen Beteiligten vorgestellt werden kann.

Zu dem Thema „Der Fluss als Lebensraum“ wurde am ersten Tag ein großes Plakat gestaltet, auf dem alle Schüler ihre ersten Gedanken festhalten konnten. Die Ergebnisse wurden von deutschen Schülern auf Französisch, sowie von französischen Schülern auf Deutsch präsentiert. Nach dem Mittagessen in der schuleigenen Mensa fanden die Schüler in den eingeteilten Gruppen zusammen und begannen ihr zugeteiltes Thema zu bearbeiten, um es am letzten Tag vorzustellen.

Um 16:10 Uhr verließen die Deutschen zusammen mit ihren Austauschschülern das Schulgelände und traten den Weg nach Hause an, wo sie den restlichen Tag frei verbringen und die Zeit zu weiteren Austauschmöglichkeiten nutzen konnten.

Nachdem in einem bilingualen Kennenlernspiel jeder schon seine ersten Eindrücke des Austausches offen darlegen konnte, fanden sich die Gruppen erneut zusammen, um weiter an ihrem Auftrag zu arbeiten, während sich das Video-Team durch Interviews der Schüler und Lehrer über deren Motivation für das ABIBAC informierte. Für einige Schüler bedeutet es, dass man sich frei entscheiden kann, wo man studiert, da man mehrere Möglichkeiten hat, auch ein Studium im Ausland zu absolvieren. Für eine Schülerin repräsentiert das deutsch-französische Abitur aber auch die Vereinigung von Frankreich und Deutschland, weil nicht mehr Krieg geführt, sondern zusammen agiert wird. Des Weiteren ziehen manche Schüler in Erwägung, eines Tages in dem jeweils anderen Land zu leben und sich dort eine Basis aufzubauen.

Am Nachmittag dieses Tages stand eine Exkursion nach Trier zur Besichtigung des Römerschiffes auf dem Programm, nachdem drei Studenten durch einen Vortrag schon einen kleinen Einblick darauf gaben. Durch weitere Erzählungen und durch ein Interview mit Christoph Schäfer, Professor für alte Geschichte an der Universität Trier, erfuhren die Schüler sehr viel über das Römerschiff, welches er zusammen mit Studenten in ein bis zwei Jahren restauriert hat, um das Schiff vor einem Verfall zu bewahren. Dieses wurde früher zum Handel und Transport verwendet, wohingegen es heute der Forschung zur Verfügung steht und gelegentlich auch zur Ausstellung und Präsentation der römischen Handlungsmöglichkeiten dient.

Mit einem gemütlichen Beisammensein klang der letzte Abend der Projektarbeit nach einer Führung in der römischen Stadt Trier und einem gemeinsamen Abendessen schließlich aus.

Am letzten Tag wurden die Ergebnisse der vergangenen Tage erfolgreich präsentiert. Bis 13 Uhr hatten die Schüler dann noch Zeit die Stadt Saarburg zu erkunden und schöne Orte, wie den 17 Meter tiefen Wasserfall zu besichtigen.

Der Abschied fiel den Schülern beider Länder schwer, da aufgrund der begrenzten Zeit nur wenig Möglichkeit geboten war, den Austauschschülern einen näheren Einblick in das deutsche Alltagsleben zu bieten.

Insgesamt war das Projekt erfolgreich und hat den deutschen sowie den französischen Schülern viel Spaß bereitet. Die Kommunikation untereinander verlief ebenfalls problemlos, sodass die weitere Projektarbeit im März in Frankreich sehnsüchtig erwartet wird.

Denise Britten, Jula Jacob, Hannah Hoffmann, Louise Belair

Französischschüler besuchen Cinéfête am 14.02.2017

Cinéfête ist ein jährlich stattfindendes Filmfestival mit französischsprachigen Kinofilmen, die deutschlandweit in Kinos speziell für Schüler gezeigt werden. Das Besondere des vom Institut Français organisierten Angebots ist die an Schülerinteressen orientierte Filmauswahl. Die Filme werden immer in Originalsprache gezeigt, wobei deutsche Untertitel den Zuschauern das Verständnis erleichtern. Für Lehrkräfte gibt es spezielle Materialien zur Vor-und Nachbereitung des Kinobesuchs, die eine problemorientierte Behandlung der oftmals nicht ganz einfachen Inhalte ermöglicht. Zur Auswahl stehen jedes Jahr ca. 7-8 Filme, die sich für verschiedene Altersgruppen eigenen. Saarburger Schüler und Lehrer haben in diesem Jahr aus dem Angebot drei Filme ausgewählt: Belle et Sébastien, Microbe et Gasoil und den Film Les Héritiers, der in deutschen Kinos unter dem Titel Die Schüler der Madame Anne schon zu sehen war. Wir werden in diesem Jahr mit 11 Lerngruppen aller Alterstufen, ingesamt ca. 260 Schülern per Bus am 14.2. nach Trier ins Kino Broadway fahren. Darüber hinaus gibt es noch zwei weitere Lerngruppen der Oberstufe, die eine individuelle Exkursion am Nachmittag organisieren.

Wörterbuch

Schülerinnen erfolgreich beim Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores“

Damit wir Europäer „in Vielfalt geeint“ sein können, müssen wir in der Lage sein, andere Sprachen als nur unsere eigene zu verstehen.

Diesem Motto getreu, richtet sich der Übersetzungswettbewerb der Europäischen Kommission, der 2015 zum 9. Mal stattfand, an 17-jährige Schülerinnen und Schüler, die sowohl Interesse an Fremdsprachen als auch an der eigenen Muttersprache haben. In einer einstündigen Prüfung übersetzen die Teilnehmer einen Text, wobei Ausgangs-und Zielsprache im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern selbst festgelegt worden sind.

Im letzten Jahr haben sich zwei Schülerinnen der MSS 12 dieser Herausforderung gestellt. Elena Moura Santos und Julia Nonn übersetzten beide einen französischen Zeitungsartikel über einen senegalesischen Einwanderer ins Deutsche. Einziges Hilfsmittel: ein zweisprachiges Wörterbuch. Beide Schülerinnen fanden den sprachlichen Anspruch des Ausgangstextes angemessen, an manchen Stellen galt es, treffende Ausdrücke im Deutschen zu finden, die die Übersetzung möglichst authentisch erscheinen ließ. Die Teilnahme hat sich gelohnt: Julia Nonn erhielt vergangene Woche eine Auszeichnung für ihre besonders gelungene Übersetzung. Für sie war der Wettbewerb eine „neue und gewinnbringende Erfahrung, da das Thema Übersetzen im Lehrplan kaum vorkommt“. Sie empfiehlt diesen Wettbewerb all denjenigen, die Interesse an Sprachen und dem Beruf des Übersetzers haben. Die Schule sagt: Herzlichen Glückwunsch!

(Wa)

Saarburger Schüler beweisen Lesekompetenz

Unter dem Motto Moi, je lis en français – Ich lese auf Französisch steht der alljährliche Vorlesewettbewerb für Französischschüler, den der Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz-Burgund alljährlich organisiert. Ziele des Wettbewerbs sind Motivation und Bestätigung der Schüler in der Verwendung der französischen Sprache. Der qualifizierende Wettbewerb wurde am Gymnasium Saarburg kürzlich durchgeführt.

Es zeigte sich, dass in dieser als nicht ganz einfach angesehenen Fremdsprache dennoch sehr früh beachtliche Ergebnisse zu erzielen sind. Teilnehmer sind Schülerinnen und Schüler, die gerade auf gut ein oder zwei Jahre Fachunterricht zurückblicken können. Außerdem gibt es eine Sonderkategorie für gleichaltrige Jugendliche, die französische Elternteile oder hohe Sprachkompetenz aus mehrjährigem Auslandsaufenthalt haben – da können sie endlich einmal zeigen, was sie den Altersgenossen an Souveränität schon voraushaben.

Die besten Vorleser aller Französischklassen traten an vor einem Publikum aus Schülern und der aus drei Französischlehrern bestehenden Jury.

Zunächst wurde von jedem ein selbst ausgewählter Text – aus den Lehrwerken oder Unterrichtslektüren entnommen – und nach kurzer Vorbereitungszeit auch ein unbekannter Text vorgelesen. Alle Kandidatinnen und Kandidaten erhielten für ihren Vortrag von dem aus aufmerksam lauschenden Mitschülern bestehenden Publikum wohlverdienten Applaus. Die Leistungen waren überzeugend, und die Auswahl fiel der Jury daher nicht in allen Fällen leicht.

Als Sieger wurden schließlich ermittelt:

  1. Jimmy Elsen (7e)
  2. Lucie Berkova (7d)
  3. Kenan Özbilen (6e)

und in der Kategorie Muttersprachler

  1. Felix Wimmer (7d) (mit einem besonders souveränen Vortrag!)
  2. Matueva Greve (6f)
  3. Philippe Constant (6f)

Alle Preisträger erhielten einen kleinen Preis. Die Erstplatzierten durften sich besonders über Buchgutscheine freuen.

Im vergangenen Schuljahr überzeugten die zwei Schulgewinner so sehr, auch auf regionaler Ebene, dass sie dann sogar nach Mainz eingeladen wurden, zum Vorlesen im Plenarsaal des Landtages. (no)

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