Einführung von DELF scolaire intégré

Das DELF (Diplôme d’études de langue française) zertifiziert Sprachkompetenz gemäß dem Europäischen Referenzrahmen in den Stufen A1 (Anfänger) bis C2 (annähernd muttersprachliche Kompetenz). Traditionell erwerben Französisch-Lernende der Region dieses Zertifikat über das Institut français, oft vorbereitet im Rahmen einer AG an ihrer Schule.

Neu ist das DELF scolaire intégré, bei dem alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse den schriftlichen Prüfungsteil als Klassenarbeit absolvieren. Anschließend können sie entscheiden, ob sie auch die mündliche Prüfung ablegen möchten, um das DELF-Zertifikat zu erhalten.

22 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10f haben sich für diesen Weg entschieden und kurz vor den Sommerferien erfolgreich das DELF Stufe B1 erworben. Dies erforderte intensive Vorbereitung: Im 6. Lernjahr Französisch trainierte ihr Lehrer Christian Schlarb die Klasse gezielt in den Prüfungsformaten für Hör- und Leseverstehen, Textproduktion und Sprechen.

„Die Hemmschwelle zur mündlichen Prüfung sinkt, wenn der schriftliche Teil bereits geschafft ist“, erklärt die Koordinatorin für das AbiBac und den bilingualen Zweig der Schule Anne Cartier, die sich ebenso wie Ines Justinger zuvor zu zertifizierten DELF-Prüferinnen ausbilden lassen hatte, um die mündlichen Prüfungen direkt an der Schule abzunehmen. Unser Schulleiter Andreas Schreiner freut sich über das motivierende Angebot, das sich positiv auf die Kurswahl in der MSS auswirkt, und erklärt, dass im kommenden Schuljahr wieder zwei Leistungskurse Französisch eingerichtet werden.

Das DELF scolaire intégré wird voraussichtlich ein fester Bestandteil unseres Bildungsangebots. Im kommenden Schuljahr werden sechs weitere Lehrkräfte zu zertifizierten DELF-Prüfern fortgebildet.

Tag der Berufs- und Studienorientierung 2025 ein voller Erfolg

Am 17. Mai 2025 fand an unserer Schule der Tag der Berufs- und Studienorientierung (BOSO) statt – eine Pflichtveranstaltung für die 11. Klassenstufe, die in diesem Jahr auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 sowie der MSS 12 zur freiwilligen Teilnahme motivierte.

In der Vorbereitung auf diesen bedeutenden Tag formierte sich ein engagiertes BOSO-Team aus Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse, die unter der Leitung von Herrn Pfortner, dem Berufswahlkoordinator der Schule, die Veranstaltung organisierten. Nach intensiven Diskussionen über die Interessen der Jugendlichen und der Kontaktaufnahme mit verschiedenen Unternehmen wurde ein abwechslungsreicher Ablauf für den Tag erstellt.

Alle Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, sich in fünf der insgesamt zwölf angebotenen Workshops einzutragen, die ihr Interesse weckten. Der BOSO-Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung und Eröffnung im Mehrzweckraum, während das Empfangskomitee aus BOSO-Schülerinnen und -Schülern sowie dem BOSO-Lehrer-Team die Referentinnen und Referenten in ihre jeweiligen Räume geleitete. Im Laufe des Tages besuchten die Teilnehmenden nach und nach ihre individuell gewählten Workshops und erhielten wertvolle Einblicke in verschiedene Berufsfelder.

Das Angebot der Workshops war vielfältig und umfasste unter anderem die DZ PRIVATBANK S.A. (Lux), die Einblicke in die Finanzwelt und Karrieremöglichkeiten im Bankwesen bot. Auch die Karriere bei der Polizei wurde vorgestellt, wobei Informationen über den Polizeidienst und die unterschiedlichen Laufbahnen innerhalb der Polizei vermittelt wurden. Die Bundeswehr präsentierte verschiedene Karrierewege und Möglichkeiten im zivilen und militärischen Dienst.

Ein besonders spannender Workshop behandelte die Themen KI und Startup, in dem die Schülerinnen und Schüler die Chancen und Herausforderungen für junge Unternehmer im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Startups kennenlernen konnten. Das Studienseminar Trier für Gymnasium und Realschule Plus informierte über die Lehrerbildung und die Anforderungen an zukünftige Lehrkräfte.

Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das Studium der Psychologie und die vielfältigen Berufsmöglichkeiten in diesem Bereich. Ein weiterer Workshop widmete sich dem Übersetzen und Dolmetschen an der Uni Germersheim, wo die Schülerinnen und Schüler mehr über die Karrierechancen in der Sprachdienstleistung erfuhren. Das Rubikonmodell und der Studieninteressenstest der Uni Trier halfen den Teilnehmenden dabei, ihre eigenen Studien- und Berufswünsche zu reflektieren. Abgerundet wurde das Angebot durch einen Workshop der Maler- & Lackierer-Innung, der praktische Einblicke in diesen Handwerksberuf bot.

Am Ende des Tages fand eine Reflexion im Mehrzweckraum statt, bei der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Referentinnen und Referenten zusammenkamen.

Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren durchweg positiv. Viele empfanden die Vorträge als informativ und lehrreich. Ein breites Spektrum an Berufen wurde auf vielfältige Weise präsentiert, wobei die Teilnehmenden spannende Einblicke hinter die Kulissen erhielten. Diese Veranstaltung bot nicht nur die Möglichkeit, verschiedene Berufe kennenzulernen, sondern auch, Orientierung im Berufsmarkt zu finden. Besonders geschätzt wurde der praktische Anteil in einigen Workshops, wie etwa die Arbeit mit dem 3D-Drucker im Maschinenbau oder die Gartenplanzeichnungen im Workshop Garten- und Landschaftsbau. Trotz der langen Dauer des Tages und der kurzen Pausen war das Zeitmanagement gut organisiert, sodass jede Präsentation ausreichend Zeit für Fragen bot.

Auch die Referentinnen und Referenten zogen ein positives Fazit. In der Mittagspause bot sich die Gelegenheit, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie betrachteten den BOSO-Tag als ein bedeutendes Ereignis für uns Schülerinnen und Schüler, da frühzeitige Orientierung im Berufsleben als wichtig erachtet wird. Die Unternehmen erhoffen sich durch die Veranstaltung nicht nur eine bessere Vermarktung und Bekanntmachung ihrer Firmen, sondern auch die Anwerbung potenzieller neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Einige Unternehmen, die bereits in den Vorjahren teilgenommen hatten, nutzten die Gelegenheit, um sich erneut zu präsentieren und konnten sich dank der gesammelten Erfahrungen gut auf die Schülerinnen und Schüler einstellen. Die Referenten waren zudem begeistert von dem Interesse, der Disziplin und den Fragen der Teilnehmenden.

Abschließend lässt sich sagen, dass der BOSO-Tag ein voller Erfolg war. Diese Veranstaltung ist zum einen gewinnbringend für die Referentinnen und Referenten und zum anderen absolut empfehlenswert für uns Schülerinnen und Schüler, weil sie eine wertvolle Plattform für den Austausch und die Orientierung im Berufsleben bietet.

(nach einem Artikel von Aurea Thielen, 11 CH)

Exkursion des LK Sport 12 in die Kletterhalle

In der vorletzten Woche des Schuljahres 2024/25 unternahm der Sport Leistungskurs 12 eine spannende dreitägige Exkursion nach Trier, die ganz im Zeichen des Kletterns stand. Im modernen Kletterzentrum „Cube“ hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Sichern beim Toprope-Klettern zu erlernen und Klettertechniken zu erlernen. Unter der fachkundigen Anleitung von Frau Arendt, die den Kurs begleitete, erhielten die Schülerinnen und Schüler wertvolle Einblicke in die Sicherheitsaspekte des Kletterns. Das Sichern beim Toprope ist eine essentielle Fähigkeit, die nicht nur für das Klettern selbst, sondern auch für das Vertrauen in die Kletterpartnerin und des Kletterpartners von großer Bedeutung ist.

Mit viel Engagement vermittelte Frau Arendt den Teilnehmenden nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern sorgte auch dafür, dass alle praktischen Übungen sicher und effektiv durchgeführt wurden. Frau Szabó begleitete die Gruppe und beteiligte sich aktiv am Lernen und übte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern das Sichern.

Diese Exkursion bot nicht nur die Möglichkeit, das sportliche Repertoire zu erweitern, sondern darüber hinaus den Zusammenhalt in der Gruppe zu stärken. Die Kombination aus sportlicher Betätigung, Teamarbeit und dem Erlernen neuer Techniken machte die drei Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Solidarität mit den Kindern in Gaza

Über 100 Schülerinnen und Schüler der 5. und 10. Klassen sowie der Oberstufe arbeiteten in den letzten beiden Schulwochen im Kunstunterricht zur Lage in Gaza. Ihre künstlerischen Botschaften nehmen alle am 6. September an einer internationalen Ausstellung in Oslo teil und werden dort gezeigt!

Ins Leben gerufen wurde das Solidaritätsprojekt von der deutsch-norwegischen Künstlerin Stefanie Reinhart, die in No Silence in the Arts for Gaza einlädt, sich weltweit kreativ im Format 12×12 cm mit der humanitären Katastrophe in Gaza auseinanderzusetzen und damit Gaza nicht zu vergessen. Der Erlös aus dem Verkauf der Werke geht an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“.

Katrin Glatz-Brubakk, Autorin und deutsch-norwegische Kinderpsychologin sowie Traumatherapeutin von Ärzte ohne Grenzen, wird aller Voraussicht nach dann aus Gaza zurück sein und in Oslo während der Ausstellung von der dramatischen Lage berichten. Ein Filmbeitrag vom 9. März 2025 über ihre Arbeit in Gaza im Rahmen der Reihe „titel thesen temperamente“ befindet sich hier in der ARD Mediathek.

„Während sich alle Blicke auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran richten fühlen sich die Menschen in Gaza von der Welt im Stich gelassen. Ich denke, dass wir auch in der Schule eine moralische Verantwortung dafür haben uns damit auseinanderzusetzen, was in der Welt passiert hinsichtlich Menschenwürde, Menschenrechte und Völkerrecht. Sich solidarisch zu zeigen und gegen die eigene Ohnmacht anzugehen mit den Mitteln der Kunst erscheint mir wichtiger denn je.“
Margit Schäfer, Lehrerin für Bildende Kunst

Ein gefühlvolles Produkt aus dem Musikunterricht: „I like your style“

Kreativität und musikalisches Talent standen im Mittelpunkt des Musikunterrichts der Klasse 8d, als die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichtsthemas „Lied“ ihre eigenen Songs komponierten.

Besonders hervorzuheben ist der Song „Style“ von Jay Kamara. In seinem Titel thematisiert er die Bedeutung von individuellem Stil und Selbstbewusstsein. In den Strophen beschreibt er verschiedene Styles, während der eingängige Refrain „I like your style“ schnell zum Ohrwurm wird.

Der Song kann hier abgespielt werden:

Projekt Toleranz statt Homophobie

Die Schülerinnen und Schüler der Ethik-Kurse in der 9. und 10. Klasse setzten sich jüngst mit verschiedenen Formen von Liebe und sexueller Orientierung auseinander. Durch die Betrachtung zahlreicher Statistiken und Fakten zum Leben von Homosexuellen und Transmenschen stellten die Schülerinnen und Schüler unter anderem fest, wie häufig diese Menschen mit körperlichen und verbalen Anfeindungen konfrontiert sind. Folglich wurde überlegt, mit welchen Bildern, Slogans und Ideen man homophoben Menschen die Stirn bieten und sich der Homphobie zur Wehr setzen kann.

Es entstanden eine Reihe guter und sehr guter Beiträge, die hier kommentarlos aufgeführt werden, da sie für sich selbst sprechen:

Jugendliche Brückenbauer: Schülerinnen und Schüler im europäischen Dialog

Ein neues Saarburger Europazeichen, eindrucksvolle Ausflüge in die Hauptstädte der EU und plakative Erinnerungen – das Schuljahr 2024/25 ist geprägt durch das fünfjährige Jubiläum der Freundschaft mit dem Collège Guy Dolmaire Mirecourt (Frankreich). Diese unter anderem von Brieffreundschaften getragene Kooperation wurde in den vergangenen Monaten durch wechselseitige Besuche vertieft.

Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der siebten Jahrgangsstufe mit Französisch als zweiter Fremdsprache reiste nach Mirecourt und erlebte dort das französische Schulleben. In deutsch-französischen Tandems erkundeten sie den Ort bei einer Stadtrallye. Bei sportlichen Aktivitäten und einem Workshop im örtlichen Zirkusatelier lernten sich französische und deutsche Jugendliche besser kennen – bleibende Freundschaften sind so entstanden.

Der Besuch in Straßburg, einer der drei Europahauptstädte, bildete den Höhepunkt der Reise. Eine Ausstellung mit dem Titel „Die europäische Idee – vom Traum zur Einheit“ verdeutlichte dort die historische Bedeutung der friedlichen Zusammenarbeit einst verfeindeter Staaten. Darüber hinaus erzeugte eine Tour durch das europäische Viertel inklusive des Europäischen Parlaments einen nachhaltigen Eindruck bei den Teilnehmenden.

Im Mai fand der Gegenbesuch in Saarburg statt. Auch hier stand eine Stadtrallye auf dem Programm, ergänzt durch die Präsentation eines Schülerfilms. Ein Riesentischtennis-Match erzeugte ein Wir-Gefühl und bildete die Grundlage für interdisziplinäre Projekte, wie das neue Präsentationsplakat zur Europäischen Union, das nun in der Schule ausgestellt ist.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Stadt Luxemburg, ebenfalls eine Europahauptstadt. Bei einem Robert-Schuman-Rundgang, einem der Gründerväter eines geeinten Europas, befragten die Jugendlichen aus Saarburg und Mirecourt Passanten über ihre Herkunft, Sprache und ihre Einstellung zu Europa. Bereits zuvor fand eine Visite im luxemburgischen Schengen statt – dem Ort des Schengener Abkommens, dessen 40-jähriges Bestehen in diesem Monat gefeiert wird.

Viel Freude bereitete insbesondere das Spiel „Next Stop: Schengen“, welches mit einem für die Partnerschaft Saarburg/Mirecourt eigens gravierten Vorhängeschloss gekürt wurde. Damit platzierte unsere Schule ein eigenes Symbol der Freundschaft und Verbundenheit im Herzen Europas.

Erneute Auszeichnung für Engagement in der Bildung für nachhaltige Entwicklung

Unsere Schule hat erneut ihre Verpflichtung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unter Beweis gestellt. Am 5. Juni 2025 wurden wir durch das Pädagogische Landesinstitut Rheinland-Pfalz mit der Rezertifizierung zur „BNE-Schule“ (Stufe 2) ausgezeichnet. Diese Anerkennung gilt für die nächsten vier Jahre.

Die feierliche Übergabe der Urkunde und Plakette erfolgte durch Gundi Berg, Beraterin für Bildung für Nachhaltige Entwicklung am Pädagogischen Landesinstitut. Unser Schulleiter Andreas Schreiner nahm die Auszeichnung gemeinsam mit den BNE-Koordinatoren der Schule Daniel Groß und Monika Baltes entgegen.

Diese erneute Zertifizierung unterstreicht unser kontinuierliches Engagement, BNE im Schulalltag und im Unterricht zu integrieren. Im Zentrum der BNE-Arbeit steht ein umfassender Ansatz zur Förderung von Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Bewusstsein. Unsere Schülerinnen und Schüler setzen sich in verschiedenen Kontexten mit der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen auseinander. Dabei werden Themen wie die Klimakrise, Energiewirtschaft, Demokratie sowie Vielfalt und Toleranz nicht nur theoretisch behandelt, sondern auch praktisch erfahrbar gemacht. Dies gelingt durch die enge Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und die aktive Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften und Projekten innerhalb der Schule, beispielsweise der AG Schulgarten und der Imker AG. So wird Nachhaltigkeit nicht nur gelehrt, sondern gelebt.

„Die Rezertifizierung zeigt, wie tief verwurzelt das Thema Nachhaltigkeit in unserem Schulleben ist“, betonte Herr Schreiner. „Es ist uns wichtig, dass die im Unterricht erarbeiteten BNE-Themen auch im Alltag vorgelebt werden, um ein nachhaltiges Mindset bei unseren Schülerinnen und Schülern, dem Kollegium und den Eltern zu fördern.“

Das BNE-Team sieht jedoch noch Raum für Verbesserungen. „Wir sind stolz auf das Erreichte, aber es gibt immer Bereiche, in denen wir uns weiterentwickeln können“, so Koordinator Daniel Groß. „Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stetig zu stärken, innovative Ansätze in den Unterricht zu integrieren und uns lokal und regional noch stärker zu vernetzen.“

Die Auszeichnung als BNE-Schule ist nicht nur eine Anerkennung der bisherigen Leistungen, sondern auch ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und unsere Schule als positives Beispiel für nachhaltige Bildung zu etablieren.

Theaterbesuch der Klasse 5d

Am Mittwoch, den 14.05.2025, besuchte die Klasse 5d in Begleitung ihres Klassenlehrers Herr Wolfram und Frau Dr. Drumm das interaktive Theaterstück „Trau dich! Ein starkes Stück über Gefühle, Grenzen und Vertrauen“, das für Kinder der 5. und 6. Klassen in der Europahalle in Trier aufgeführt wurde.

Die Veranstaltung, organisiert vom Netzwerk „Gemeinsam für den Kinderschutz“ des Landkreises Trier-Saarburg und der Stadt Trier, wird in Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Familie sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung jährlich angeboten und soll Kinder ermutigen, ihren Gefühlen zu trauen, Grenzen zu setzen und sich jemandem anzuvertrauen, wenn es Probleme gibt.

Vom Schultheater Frankfurt wurden Geschichten von den ersten zögerlichen Annäherungen an das andere Geschlecht, dem Vergleich mit Gleichaltrigen, von unangenehmen Situationen und Grenzüberschreitungen erzählt. Es ging darum, herauszufinden, wem sich die Kinder anvertrauen können, wenn sie Fragen oder Sorgen haben. Sie erfahren, dass sie als Kinder Rechte haben, z. B. das Recht auf Privatsphäre, das Recht auf körperliche Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt sowie ein Recht auf Aufklärung und Hilfe.

Es gelang den vier Schauspielerinnen und Schauspielern mit wenigen Mitteln wie einem Tuch und musikalischen Einlagen, immer neue Situationen entstehen zu lassen, in welche die Kinder interaktiv eingebunden wurden. Beim Gespräch mit dem Ensemble konnten die Kinder Fragen stellen und wurden selbst „interviewt“. Im Anschluss waren sich alle einig: „Der Ausflug nach Trier hat sich gelohnt!“.

(dm)

Gedenken in Nennig: Schülerprojekt erinnert an NS-Opfer

Auf dem Friedhof in Nennig fand am 17.05.2025 eine bewegende Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen statt, zu der die Gemeinde Perl, der Verein NS Familien-Geschichte e. V. aus Göttingen, der Verein Les Enfants de Joudresvilles und das Gymnasium Saarburg eingeladen hatten. Anlass war die Ermordung von acht Männern aus Frankreich und Luxemburg durch die Gestapo im September 1944 – ein grausames Kapitel der regionalen Geschichte.

Schülerinnen und Schüler unserer Schule engagierten sich im Rahmen eines Geschichtsprojekts intensiv mit den Einzelschicksalen der Opfer. Unter Anleitung ihres Lehrers Björn Juchem erarbeiteten sie Unterrichtsmaterialien, sichteten Archivakten und bereiteten eine öffentliche Dokumentation auf. Selbst in den Sommerferien widmeten sie sich der Recherche, führten Interviews – soweit möglich – und planten die Enthüllung einer neuen Gedenktafel, die mit Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Trier realisiert wurde. Weitere Schülerinnen und Schüler sorgten mit ihrer Lehrerin Erdmute Röder für die musikalische Untermalung der Gedenkreden, andere übersetzten Reden in die französische Sprache. Ein kleiner Chor sang den „Chant des Partisans“, das vielleicht bekannteste Lied der Widerstandskämpfer der Résistance. Einzelne Schülerinnen und Schüler trugen Biografien der Opfer vor.

Unser Schulleiter Andreas Schreiner betonte in seiner Rede, die er in deutscher und französischer Sprache hielt, die Bedeutung des Projekts für die Demokratieerziehung: „Es ist inspirierend zu sehen, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Das Projekt trägt dazu bei, das Gedächtnis an die Opfer lebendig zu halten und Werte wie Toleranz, Respekt und Freiheit zu stärken.“ Der Frieden in Europa sei keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis harter Arbeit und gelebter Solidarität.

Die Veranstaltung erinnerte nicht nur an das Leid der Vergangenheit, sondern war zugleich ein Aufruf an die junge Generation, sich gegen Hass und Intoleranz zu stellen und die demokratischen Werte der Europäischen Union zu verteidigen.

Die Gedenktafel, die im Anschluss an die Reden enthüllt wurde, ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Erinnerung lebendig gehalten werden muss – als Mahnung und als Auftrag für die Zukunft.

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