Ausstellung zu Lyrik aus Palästina

Was ist möglich in einer nur 45 minütigen Vertretungsstunde? Ganz schön viel, wenn gut miteinander arbeitet und gut kommuniziert wird, wie die 8c bewiesen hat! Wir beschäftigten uns mit einem sehr eindrücklichen Gedicht der Palästinenserin Ni‘ ma Hassan in englischer Sprache. Hassan ist Autorin und Sozialarbeiterin. Sie stammt ursprünglich aus Rafah und wurde nach Mawasi vertrieben.

Wir lasen erst das Gedicht, erschlossen uns unbekannte Wörter, und sprachen dann über die Bedeutung des Textes. Und los ging’s: In Eigenregie sprach sich die Klasse ab, wer welche Zeilen in Gruppenarbeit aufs Papier bringt. Das Ergebnis kann in der Ausstellung im Südflügel Erdgeschoss begutachtet werden.

(shf)

Solidarität mit den Kindern in Gaza

Über 100 Schülerinnen und Schüler der 5. und 10. Klassen sowie der Oberstufe arbeiteten in den letzten beiden Schulwochen im Kunstunterricht zur Lage in Gaza. Ihre künstlerischen Botschaften nehmen alle am 6. September an einer internationalen Ausstellung in Oslo teil und werden dort gezeigt!

Ins Leben gerufen wurde das Solidaritätsprojekt von der deutsch-norwegischen Künstlerin Stefanie Reinhart, die in No Silence in the Arts for Gaza einlädt, sich weltweit kreativ im Format 12×12 cm mit der humanitären Katastrophe in Gaza auseinanderzusetzen und damit Gaza nicht zu vergessen. Der Erlös aus dem Verkauf der Werke geht an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“.

Katrin Glatz-Brubakk, Autorin und deutsch-norwegische Kinderpsychologin sowie Traumatherapeutin von Ärzte ohne Grenzen, wird aller Voraussicht nach dann aus Gaza zurück sein und in Oslo während der Ausstellung von der dramatischen Lage berichten. Ein Filmbeitrag vom 9. März 2025 über ihre Arbeit in Gaza im Rahmen der Reihe „titel thesen temperamente“ befindet sich hier in der ARD Mediathek.

„Während sich alle Blicke auf den Krieg zwischen Israel und dem Iran richten fühlen sich die Menschen in Gaza von der Welt im Stich gelassen. Ich denke, dass wir auch in der Schule eine moralische Verantwortung dafür haben uns damit auseinanderzusetzen, was in der Welt passiert hinsichtlich Menschenwürde, Menschenrechte und Völkerrecht. Sich solidarisch zu zeigen und gegen die eigene Ohnmacht anzugehen mit den Mitteln der Kunst erscheint mir wichtiger denn je.“
Margit Schäfer, Lehrerin für Bildende Kunst

Erneut in der landesweiten Spitzengruppe: PreisträgerInnen des Europäischen Wettbewerbs 2023

Auch in diesem Jahr stand der Europäische Wettbewerb wieder unter einem Nachhaltigkeitsthema, wobei im Gegensatz zum Vorjahr nicht die ökologischen, sondern die sozialen Aspekte betont wurden: „Europäisch gleich bunt – Junge Visionen für ein Europa der Vielfalt“. Schülerinnen und Schüler konnten sich so in Form von Collagen, Gemälden, Videos, Aufsätzen u.v.m. mit Themen wie „DU-versität“, „Jeder Mensch ist ganz normal anders“ oder „We all come from the same root, but the leaves are all different“ künstlerisch auseinandersetzen. Die besten Werke wurden von einer Jury auf Landesebene, die Spitzenarbeiten zudem von der Jury auf Bundesebene ausgezeichnet.

Erneut konnte unsere Schule dabei zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger aus ihren Reihen stellen und belegt mit drei Preisträgerinnen auf Bundesebene und mehreren Bundesurkunden und 1. Landespreisen auch dank der Betreuung durch den erfahrenen Kunstlehrer Christoph Hildebrand erneut einen Platz in der landesweiten Spitzengruppe.

Bundespreis, Bundesurkunde und 1. Landespreis

Bundesurkunde und 1. Landespreis

Bundesurkunde und 2. Landespreis

Die feierliche landesweite Veranstaltung zur Preisübergabe wird in Kürze stattfinden. Ebenfalls bald wird eine kleine Auswahl der Arbeiten auf der Webseite des Wettbewerbs und dessen YouTube-Kanal zu finden sein.

Gegen das Vergessen: „Erinnerungen auffrischen“

Junge Schülerinnen und Schüler gedenken NS-Opfern

Vor knapp 10 Jahren verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig im Rahmen seines 1992 begonnenen Projektes eines dezentralen Denkmales für vertriebene, verfolgte und ermordete Opfer des NS-Regimes auch in Saarburg 32 „Stolpersteine“.

Wie alles, was man täglich sieht und an das man sich längst gewöhnt hat, fallen diese in den Alltag integrierten kleinen Mahnmale kaum noch auf – kaum jemand „stolpert“ noch darüber. Damit nicht auch die Erinnerung an die von dort Vertriebenen ganz verblasst, entschlossen sich zwölf Schülerinnen und Schüler eines Grundkurses der Bildenden Kunst der 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Saarburg mit ihrem Lehrer Christoph Hildebrand, beide wieder ins Bewusstsein zurück zu holen. Dies geschah ganz bewusst wenige Tage vor dem 27. Januar, dem Datum der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 78 Jahren.

Ebenfalls ganz gezielt wurden zum Putzen genau die gleichen – eigentlich vollkommen ungeeigneten – Mittel aufgegriffen, mit denen damals jüdische Geschäftsinhaber von Vertretern des NS-Regimes gedemütigt wurden, indem sie gezwungen wurden, den Gehsteig vor ihren Anwesen mit einer Zahnbürste zu schrubben.

Mit dieser Aktion wurde den mittlerweile oxidierten und dunkelbraun gewordenen, sich an die Umgebung des Pflasters farblich angeglichenen Messingplatten neuer Glanz und ihnen damit wieder eine größere Präsenz im Stadtraum verliehen. Somit wird die Erinnerung an die seinerzeit dort wohnenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, deren Namen in die Metallplatten vor ihren ehemaligen Wohnstätten eingeschlagen sind, aufgefrischt.

Den betroffenen Anwohnern wurde ihre Individualität und Würde zurückgegeben, indem während der nun vorgenommenen Reinigung der Gedenksteine ihre Biografien verlesen und im Anschluss insgesamt sieben Rosen – jeweils eine je Verlegeort – auf den Gedenkplatten, mitten auf dem öffentlichen Fußweg, abgelegt wurden.

Überaus erfolgreicher Abschluss des Europäischen Wettbewerbs 2022

Unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ setzten sich auch in diesem Jahr wieder viele Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichsten Themen wie „Was krabbelt und fliegt denn da?“, „Europa vor Ort“, „Junge Ideen für den Umweltschutz“, „The Art of Nature“, „Urban Gardening“, „Dinner for Future“, „Greenwashing“, „Mach mal minimal“ oder „Alles für wenige Euro“ auseinander und formulierten ihre Gedanken in Form von bildnerischen Arbeiten. Die besten Werke wurden nun von der Landesjury und die Spitzenarbeiten zudem von der Jury auf Bundesebene ausgezeichnet.

Unsere Schule knüpft an die Erfolge der Vorjahre an und freut sich, dass besonders viele Preisträgerinnen und Preisträger von dieser Einrichtung auf diese Weise eine zusätzliche Würdigung erfahren. Insbesondere eine Häufung von Bundespreisen an einer Schule ist außergewöhnlich. Mit sechs zuerkannten Preisen auf Bundesebene liegen wir an der absoluten Spitze der rheinland-pfälzischen Bildungseinrichtungen – ein Verdienst der beteiligten Schülerinnen und Schüler, aber auch eine Bestätigung der kunstpädagogischen Arbeit des betreuenden Fachlehrers Christoph Hildebrand.

Bundes- und 1. Landespreise


1. Landespreise

  • Britta Oppermann (11 BK)
  • Nina Rosenbaum (11 BK)

2. Landespreise

  • Theresa Bach (7c)
  • Lara Dallevedove (7d)
  • Nike Fink (11 BK)
  • Paul Hagen (6b)
  • Louisa Kiefer (9c)
  • Gianna Klose (9a)
  • Pauline Löb (7a)
  • Emily Löwe (9a)
  • Judith Sanwald (11 BK)

Sofern es die dann aktuellen Corona-Bestimmungen zulassen, werden die Bundes- und 1. Landespreise in einer feierlichen landesweiten Veranstaltung am 29.06.2022 in Mainz verliehen.

Mit Beginn des nächsten Schuljahres geht es in die „Jubiläums“-Runde des Europäischen Wettbewerbs, der dann zum 70. Mal ausgeschrieben wird. In diesem Jahr beteiligten sich bundesweit 58.247 Schüler von 1053 verschiedenen Schulen am Wettbewerb, der zu den größten und ältesten Schüler-Wettbewerben gehört. Obwohl bildnerische Arbeiten bei der Einreichung zahlenmäßig überwiegen, ist der Wettbewerb kein reiner Kunstwettbewerb, sondern offen für alle Fächer und Ausdrucksformen. So gibt es immer mehr Textbeiträge und vielfältige mediale Arbeiten: von Videos über Musikbeiträge und Podcasts bis hin zu eigens aufgesetzten Social-Media-Kanälen.

Erfolgreiche Teilnahme am Europäischen Wettbewerb

Trotz der coronabedingten Einschränkungen im Schulbetrieb fand die Wettbewerbsrunde des 68. Europäischen Wettbewerbs, dem größten und ältesten Schülerwettbewerb, einen erfolgreichen Abschluss.

Unter dem Motto „Digital EU – and YOU?“ setzten sich unsere Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht mit den positiven und negativen Seiten der Digitalisierung sowie deren Auswirkungen im Alltagsleben auseinander. Fantasievoll und kritisch formulierten und gestalteten sie zu Themen wie „Münchhausens neue Kleider – Fake News“, „Schreiben und Lesen – früher, heute, morgen“ oder „Arbeit und Leben in der Zukunft“ vielfältige, eigene Stellungnahmen. Zur Aufgabe „Netiquette im Netz – was setzt du Hate-Speech entgegen?“ entwarf die Schülerin Nike Fink eine bunte Farbstiftzeichnung mit sehr positiver Ausstrahlung im Comic-Stil. Dieses Motiv fand auch bei der Bundesjury besondere Anerkennung, die Nikes Arbeit als „Beste Arbeit des Moduls“ auszeichnete.

Die Jurierung der eingereichten Arbeiten erfolgte aufgrund der Coronapandemie erstmals online, die zentrale landesweite Abschlussveranstaltung mit feierlicher Preisübergabe musste leider ausfallen. In einer kleinen, schulinternen Runde konnten die Schülerinnen und Schüler dennoch geehrt werden und erhielten Urkunden und Preise von unserem Schulleiter Andreas Schreiner sowie vom Fachlehrer überreicht. Für besonderes Engagement wurde dem betreuenden Kunstpädagogen Christoph Hildebrand von der Wettbewerbsleitung eine Anerkennung zugesprochen.

Auf Landes- und teils auch auf Bundesebene erzielten die folgenden Schülerinnen und Schüler unserer Schule Preise.

Landes- und Bundespreise

    Nike Fink (10a)
    Nele Düren (7d)
    Axel Hildebrand (7e)

Erfolge auf Landesebene

    Theresa Bach (6c)
    Rieke Dückershoff (10f)
    Sebastian Esser (10f)
    Paul Justinger (7d)
    Louisa Kiefer (8c)
    Ida Kirchgesser (10a)
    Felicia Koch (8c)
    Lara Maas (8c)
    Noémie Mauel (8c)
    Hanna Meyer (8c)
    Nina Rosenbaum (10a)
    Jolina Schmitz (7c)
    Juline Schuh (7c)
    Noemi Schwickerath (6e)
    Eveline Sikulova (5f)
    Maja Schreiner (7c)
    Anna Sonntag (10f)
    Aurea Thielen (7c)

Wir knüpfen damit an die letztjährigen Erfolge an und freuen uns, wieder so viele Preisträgerinnen und Preisträger zu stellen.

Mit Beginn des neuen Schuljahres startet die neue Wettbewerbsrunde. Zur Teilnahme eingeladen und aufgerufen sind hierzu alle Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen, aller Schulrichtungen und aller Fächer. Nähere Informationen können in den Schulen oder im Internet unter https://www.europaeischer-wettbewerb.de/ erhalten werden.

Synthese von Musik und Kunst

Das Projekt „Flow my tears“ entstand aus der Idee, das Lautenlied von John Dowland aus der Zeit der Renaissance im Grundkurs Musik 11 musikpraktisch zu erarbeiten. Da ein gemeinsames Musizieren in der jetzigen Zeit nicht möglich ist, haben die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Musik 11 zuhause geübt und eingespielt bzw. eingesungen – und anschließend selbst zusammengeschnitten! Eine musikalische Collage der sehr gelungenen Ergebnisse bildet den „hörbaren“ Teil des folgenden Videos.
Der Grundkurs Bildende Kunst 13 hat sich kreativ mit den beiden Themen „Liebe und Begegnung in Zeiten der Pandemie“ und „Kunstzitate zur Pandemie“ auseinandergesetzt. Das Medium war freigestellt.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10e reflektierten in schriftlicher Form, inwieweit Rilkes bekanntes Gedicht „Der Panther“ die Situation der Menschen in der heutigen Zeit widerspiegelt. Anhand dieser Überlegungen zeichneten und malten sie und fügten alles zu aussagekräftigen Collagen zusammen.

Die Arbeiten der drei Lerngruppen wurden zuletzt so zusammengeschnitten, dass beeindruckende Bezüge zwischen Kunst und Musik entstehen. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen und Anhören!

Ausdruck der Anteilnahme und tiefen Trauer

Unsere Klasse 8a hat sich gestern spontan dazu ausgesprochen, im Trierer Dom als Zeichen unserer Solidarität, Anteilnahme und tiefen Trauer zur Amokfahrt in Trier Tonfiguren auszustellen.

„Mit unseren Tonfiguren drücken wir unsere tiefe Trauer und Solidarität mit den Familien aus, deren liebe Angehörigen getötet wurden. Den Schwerverletzten und schwer traumatisierten Menschen gilt unser ganzes Mitgefühl. So zerbrechlich wie unsere Tonfiguren sind, so zerbrechlich und kostbar kann Leben sein.

Viele Preise beim Europäischen Wettbewerb

Die landesweite Preisverleihung – immer ein Höhepunkt des Europäischen Wettbewerbs – musste, wie alle anderen „Großveranstaltungen“ dieses Jahr leider wegen der Coronapandemie abgesagt werden.

In der Wettbewerbsrunde des Schuljahres 2019/2020 wurden bildnerische Arbeiten von etlichen unserer Schülerinnen und Schüler dank sehr fantasievoll und ausdrucksstark gestalteter Motive zu Themen wie z. B. „Baba Yaga meets Froschkönig – Europäische Märchenfiguren begegnen sich“, „Ein Tag ohne Handy – welche Dinge entdeckst du neu?“, „Eene mene muh, und rein kommst du – Europäische Willkommenskultur“, „Mein europäisches Sichtfenster“, „Klima in Europa – setze dich für den Klimaschutz ein“ mit Landes- und Bundespreisen ausgezeichnet.

Erfolge auf Bundesebene

Bundespreis und Bundesurkunde

    Greweldinger, Rahel (6d), Thema 2-1
    Hildebrand, Axel (6e), Thema 2-1
    Schmitz, Jolina (6c), Thema 2-3
    Schieffer, Lara (10a), Thema 3-1
    Schneider, Anna (9a), Thema 3-3

Bundesurkunde

    Becker, Fiona (5c), Thema 2-1
    Kirchgesser, Ida (9a), Thema 3-3
    Mauel, Noémie (7c), Thema 2-2
    Norder, Floris (9a), Thema 3-3
    Lenhof, Sophie (7c), Thema 2-2
    Rosenbaum, Nina (9a), Thema 3-3
    Thielen, Aurea (6c), Thema 2-3
    Witt, Marja (9a), Thema 3-3

Erfolge auf Landesebene Rheinland-Pfalz

1. Landespreise

    Becker, Fiona (5c), Thema 2-1
    Hildebrand, Axel (6e), Thema 2-1
    Lenhof, Sophie (7c), Thema 2-2
    Mauel, Noémie (7c), Thema 2-2
    Norder, Floris (9a), Thema 3-3
    Rosenbaum, Nina (9a), Thema 3-3
    Schmitz, Jolina (6c), Thema 2-3
    Schneider, Anna (9a), Thema 3-3
    Schieffer, Lara (10a), Thema 3-1
    Thielen, Aurea (6c), Thema 2-3
    Witt, Marja (9a), Thema 3-3

2. Landespreise

    Greweldinger, Rahel (6d), Thema 2-1
    Kirchgesser, Ida (9a), Thema 3-3

3. Landespreise

    Fink, Nike (9a), Thema 3-3
    Marquenie, Selma (8a), Thema 3-3

Den Preisträgerinnen und Preisträgern gratulieren wir ganz herzlich zu ihrem Erfolg!

Grundsätzlich ist der Wettbewerb für alle Gestaltungsformen und Fächer offen. Die Themen sind so gewählt, dass individuell oder in Kleingruppen (in der Regel bis zu vier Personen) gemalt, gezeichnet, collagiert, fotografiert, gefilmt, getextet oder musiziert werden kann. Genauso sind natürlich auch digitale Bearbeitungen der Wettbewerbsbeiträge möglich.

Unter dem ganz aktuellem Motto „Digitalisierung in Europa“ startet mit Beginn des Schuljahres die 68. Wettbewerbsrunde. Die Themen sind unter https://www.europaeischer-wettbewerb.de/teilnahme/aufgaben-68-ew/ abruf- sowie „schwarzen (Wettbewerbs)Brett“ im Flur des Altbaus einsehbar oder bei den einzelnen Kunstlehrern zu erfragen.

Über eine rege Beteiligung – insbesondere auch von Schülerinnen und Schülern, die im ersten Schulhalbjahr keinen Kunstunterricht haben – freuen wir uns sehr!

Weihrauch – Myrrhe – Gold


„Weihrauch – Myrrhe – Gold“
Unser Weihnachtsprojekt stimmte ein in die weihnachtliche Botschaft.

Am Freitag, 13.12.2019, präsentierte unsere Schule um 18.00 Uhr in der Katholischen Pfarrkirche St. Laurentius ihr beeindruckendes Weihnachtsprojekt. Wie in den letzten Jahren lag der außerordentliche Reiz in der fächerübergreifenden, synästhetischen und alle Altersstufen umfassenden Gesamtausrichtung des Projekts. Fast 200 Schülerinnen und Schüler hatten sich mit ihren Lehrkräften auf den Weg begeben, sich der Bedeutsamkeit der weihnachtlichen Gaben Weihrauch, Myrrhe und Gold auf vielfältige, sinnlich wahrnehmbare Weise zu nähern. Beteiligt waren die Fachbereiche Musik (Schulchor: Frau Notte-Zeck, Schulorchester: Herr A. Hoffmann, Streicherensemble: Frau Notte-Zeck und Frau Sander, Chor der Klasse 6 und Band des Abiturjahrgangs: Frau Sander, Klavierbegleitung: Herr Wenzel, Tontechnik: Herr V. Hoffmann), Bildende Kunst (Herr Hildebrand, Frau Kludt, Frau Schäfer), Religion, Deutsch und Darstellendes Spiel (Kaplan Dienhart, Frau Jung, Herr Pfortner, Herr Utter, Frau Läßle und Frau Willems).

Thematische Grundlage des Projektes bildete das Gedicht von Karl Rahner „Brich auf mein Herz und wandre“, dessen Kerngedanken von den verschiedenen Lerngruppen meditativ betrachtet wurden. Ganz besonders beeindruckend war die Sichtbarwerdung der Gaben, als die Schüler feierlich in die Kirche schreitend Weihrauch, Myrrhe und Gold auf einer Sänfte nach und nach darbrachten. In einem überzeugenden Ineinander von Musik, Wort und szenischem Spiel wurden diese Gaben – in verschiedenes Licht getaucht – nacheinander in drei Themenblöcken sinnlich erfahrbar:

Schon ganz zu Beginn des ersten Teils, in dem die Gabe des Weihrauchs in einer blauschimmernden Rauchsäule zum Altar gebracht wurde, konnte die Sehnsucht des Menschen sinnlich Ausdruck gewinnen. Dass die Besucher an diesem Abend ganz in das Geschehen mit hineingenommen werden sollten, wurde in dem überzeugenden Vortag des Schulchors „From a Distance“ deutlich sowie in dem Beitrag des Grundkurses Darstellendes Spiel, als sich einzelne Schüler von ganz verschiedenen Plätzen aus dem Publikum erhoben und zu singen bzw. zu rezitieren begannen. Einfühlsam wurde dann von dem Streicherensemble und dem Schulchor „Caresse sur l’ocean“ vorgetragen, das – vielen bekannt aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ – von der Sehnsucht erzählt, die einen Vogel auf dem Weg zum Regenbogen trägt. Im Anschluss daran nahm das Lied „Irgendwo auf der Welt gibt’s ein kleines Stückchen Glück“ das Sehnsuchtsmotiv auf, zu dem die Kinder der Klasse 6a nachtblaue Lichter in ihren Händen hielten. Bei dem Vortrag der südafrikanischen Hymne „Siyahamba“ zeigten sie anschließend das Wandeln im Lichte Gottes in einer Lichterprozession durch die Kirche. Mit einem kraftvollen Vortrag des Schulorchesters rundete das Instrumentalstück „Smoke on the water“ von Deep Purple die Betrachtung des Weihrauchs ab.

Nachdem ein großes, in grünes Licht getauchtes Salbölgefäß mit Myrrhe auf der Sänfte in die Kirche getragen wurde und die Schüler ihren Erfahrungen mit Schmerz und seiner Linderung Ausdruck verliehen, erfolgte die musikalische Interpretation: In dem Stück „Sieh auf deinem Weg“, ebenfalls aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ erinnerte der Chor der Klasse 6a, begleitet vom Streicherensemble, an die Kinder, die von der Welt vergessen werden. In dem a capella vorgetragenen Lied „Lascia ch’io pianga“ konnte man den Schulchor dann von der Empore hören – der Überraschungseffekt einer ganz anderen Klangperspektive verstärkte dabei den schmerzvollen und ganz intimen Charakter der berühmten Händel-Arie, die die Bitte einer Frau um Freiheit und Gnade thematisiert. Mit „Use somebody“ zeigte auch die Band der MSS 13 die menschliche Schwäche auf, das Angewiesensein des Menschen auf Hilfe und Unterstützung. Der zweite Teil wurde wieder mit einem Orchesterbeitrag abgerundet: Mit „Heal the World“ von Michael Jackson in einer Fassung für Blasorchester konnte man sich als Zuhörer durchaus nachdenklich „ermahnt“ fühlen, unsere eine Welt vor Zerstörung und Schmerz zu schützen.

Schließlich wurde ein großer, funkelnder Berg – das Gold der Liebe – in die Kirche hineingetragen und von den Schülern aus ihren Lebenserfahrungen heraus betrachtet. In dem Lied „Drei Könige“, vorgetragen von Schulchor und Streicherensemble, wurde dann deutlich, dass es im Kontext der drei Gaben auch um den Aufbruch eines jeden Menschen gemeinsam mit den heiligen drei Königen geht, mit dem Ziel, das Weihnachtswunder, die göttliche Liebe, zu bestaunen. Auch die gegenseitige menschliche Liebe wurde thematisiert, nämlich in der von der Band gefühlvoll vorgetragenen Ballade „Perfect“ von Ed Sheeran, die ihre besondere Stimmung auch den begleitenden Klängen des Streicherensembles verdankte. Nachdem ein Arrangement von „Circle of Live“, gespielt vom Schulorchester, wieder eine fröhlich-beschwingte Stimmung aufkommen lies, schlug der Schulchor, begleitet von einzelnen Instrumentalisten, in dem Lied „Shallow“ wieder eine nachdenklicheren Ton an: Hier geht es darum, wie zwei Menschen gemeinsam nach dem tieferen Sinn ihres Lebens suchen.

Gegen Ende wurden alle beteiligten Musikensembles im letzten Lied „Dona nobis pacem“ in einem beeindruckendem Klang zusammengeführt, in den dann auch das Publikum beherzt mit einstimmte.
Die Klassen 6c und 6d (Herr Hildebrand) hatten im Fach „Bildende Kunst“ Weihnachtskarten mit Scherenschnittmotiven gestaltet, die das Auf-dem-Weg-Sein in seiner Orientierungssuche einfangen. Die Klasse 6a (Frau Schäfer, Frau Hardt) hatte transparente Sterne kreiert. Mit dem Erlös aus dem Verkauf wird – wie jedes Jahr – unser Misereor-Bolivien-Projekt unterstützt.

Die Verbindung von Schule und Pfarrgemeinde wurde in der Ansprache von Herrn Kaplan Dienhart deutlich. In seinen Schlussworten würdigte Herr Studiendirektor Schreiner die gelungene Aufführung als ein großes Geschenk an die Schulgemeinschaft. Der Dank galt auch der tatkräftigen Unterstützung durch den Schulelternbeirat, der die Gelegenheit zur Begegnung bei Punsch und Glühwein bot. Ebenso unterstützten der Förderverein des Gymnasiums und die AG Umwelt das Projekt.

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