Viertes Adventsfenster

“Adventszeit – Hoffnungszeit

Ausgehend von dem Gedicht „Nur eine Rose als Stütze“ (Hilde Domin) befasste sich der Ethikkurs im Jahrgang 9 von Frau Schedler mit der Frage, was uns an guten Tagen hält, in welchen Moment wir das Gefühl haben getragen zu werden, und was uns Hoffnung gibt. Es wurde diskutiert inwiefern uns die Weihnachtszeit eine Stütze sein kann und was das Fest für uns und unsere Familien bedeutet. Nach dem Hören ausgewählter Musikstücke (Frau Notte-Zeck) verfassten die Schülerinnen und Schüler Texte zu dieser Thematik, die im DS Kurs von Frau Nonn und im Religionskurs der Klassen 5e und 5f von Herrn Kaplan Schmidt gelesen wurden. Die 5. Klassen fanden einen passenden Titel zum Text (siehe unten) und nahmen diesen in die Gestaltung des Adventsfensters auf. Es ist einem Kirchenfenster nachempfunden, dessen leuchtende Farben sich um eine Christrose gruppieren. Die Christrose wächst im Winter, sie verkörpert in einem ganz besonderen Maße das Prinzip Hoffnung, da sie erst in der dunkelsten und kältesten Jahreszeit erblüht.

Auch der 12er Kurs Darstellendes Spiel von Frau Nonn setzte in seinen zwei Pausenauftritten am 21.12.2021 eine Geschichte über Rainer Maria Rilke pantomimisch um, die zur Thematik passt. Dabei geht es um die erstaunliche Wirkung einer sehr kleinen Gabe auf das Leben eines Menschen.

Hoffnung findet sich überall, in einer kleinen Gabe, in einer Rose als Stütze oder im besinnlichen Beisammensein in der Weihnachtszeit.

Hoffnungszeit

In dem Lied „An guten Tagen“ von Johannes Oerding geht es um das innere Zeitgefühl. Mit der Aussage „Meine Uhr tickt nicht so schnell“ ist gemeint, dass wenn man etwas Schönes und Besonderes erlebt, die eigene Uhr nicht so schnell tickt. Damit ist die innere Uhr von einem selbst gemeint, da die wirkliche Zeit sehr schnell vergeht, doch man selbst dies in schönen Momenten überhaupt nicht bemerkt. So können einem zwei Stunden wie 20 Minuten vorkommen. An besonderen Tagen, umgeben von Freunden und Familie, mag es dem einen oder anderen vielleicht genauso gegangen sein. Es sind die besonderen Leute, das besonders wichtige Ereignis und generell die ganze Atmosphäre, die uns für einen Moment alles vergessen lassen und dazu führen, dass die Zeit für uns wie im Flug vergeht. Dieses Gefühl ist stark und zerbrechlich zugleich, wie eine Rose als Stütze.

Finja Wiens und Eliza Mihalca Klasse 9 Ethik